<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553</id><updated>2011-11-06T21:45:44.673+01:00</updated><title type='text'>Ronjas Blog</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>45</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-4002933933991111857</id><published>2011-09-05T22:24:00.002+02:00</published><updated>2011-09-05T22:57:51.650+02:00</updated><title type='text'>45. Freiheit auf drei Rädern</title><content type='html'>Ich liebe mein Dreirad! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nein, nein, ich breche meine Magische-Momente-Serie nicht vorzeitig ab. Ich hab durchaus vor, nach und nach über einige besondere Begegnungen zu schreiben. Ich mag die Geschichten nur nicht einfach aneinanderreihen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich will nicht abschweifen, zurück zu meinem Dreirad: Ich schaffe es nach wie vor, vielleicht 2-3 km am Stück zu fahren und dann brauch ich wirklich ne Pause. Das klingt für die meisten Menschen nicht besonderes beeindruckend, aber für mich bedeutet das Freiheit! Ich komme jetzt in Gegenden, zu denen ich vorher keinen Zugang hatte, weil es zu weit zum Gehen war und es keine öffentlichen Verkehrsmittel gab, die dorthin fuhren. Ich hab mich diesen Sommer sogar getraut, die ersten kürzeren Touren allein zu unternehmen. Es ist so schön zur Abwechslung mal etwas schneller voranzukommen oder es mit letzter Kraft gerade noch zu schaffen, eine Steigung hochzufahren oder einfach nur den Fahrtwind zu spüren, wenn ich irgendwo eine Steigung runtersausse! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausserdem tut es mir gut, mich etwas mehr zu bewegen. Für mich ist Radfahren ein wunderbares Mittel, um Stress abzubauen bzw. zu vermeiden. Es gibt ja die drei klassischen Reaktionen, mit denen man instinktiv auf Stress oder Bedrohung reagiert: &lt;br /&gt;1. Verstecken/Erstarren und keine Reaktion zeigen, wie das Kanninchen vor der Schlange. &lt;br /&gt;2. Wegrennen oder &lt;br /&gt;3. die Flucht nach vorne antreten und sich den Weg freikämpfen, was im Alltag bedeutet, gereizt und aggressiv zu reagieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich hab ich nicht die Möglichkeit, mich jedes Mal, wenn mich etwas stresst, auf mein Fahrrad zu schwingen und mich abzureagieren. Meistens ist das auch gar nicht nötig. Es hilft oft schon, wenn ich auf die Signale achte: Wenn ich gestresst bin, fühle ich mich manchmal schon von Kleinigkeiten völlig überfordert und kann mich zum Beispiel absolut nicht für irgendetwas entscheiden. Dann weiss ich, dass ich ne Pause brauch: Kurz hinsetzen, tief durchatmen, vielleicht ne Tassen Tee trinken, und dann geht es weiter. Dasselbe gilt, wenn ich merke, dass mich alles nur noch nervt, ohne dass es dafür einen richtigen Grund gibt. Seit ich öfter mit meinem Fahrrad unterwegs bin, merke ich, dass ich viel ausgeglichener und ausserdem unternehmungslustiger bin. Die Bewegung draussen in der Natur tut einfach gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir ist übrigens aufgefallen, dass ich ziemlich viel Werbung für Dreiräder mache. Zum einen natürlich dadurch, dass ich durch die Gegend fahre und damit sichtbar bin. Aber auch durch Gespräche mit anderen Menschen. Erst kürzlich hab ich mich im Fahrradkeller mit einer Nachbarin über mein Dreirad unterhalten. Sie überlegt, ob sie sich auch eines anschaffen soll, weil es ihr immer schwerer fällt, auf einem gewöhnlichen Fahrrad die Balance zu halten. Ich glaub, die Hemmschwelle sich als Erwachsene auf ein Dreirad zu setzen, ist sehr gross. Zumindest hat es bei mir ziemlich lange gedauert, bis ich mich dazu durchringen konnte. Es ist einfacher, den Schritt zu wagen, wenn man nicht die Erste ist. Wenn es auch noch andere gibt, die mit Dreirad unterwegs sind, dann kriegt das ein gewisses Mass an Normalität. Ich hab meiner Nachbarin jedenfalls empfohlen, bei meinen freundlichen Fahrradhändler vorbeizuschauen. Zuvor hatte ich ihr angeboten, auf meinem Dreirad eine Probefahrt zu machen, was sie jedoch nach kurzem Zögern abgelehnt hat. Ich fände es toll, wenn irgendwann noch ein Dreirad in unserem Fahrradkeller stehen würde!&lt;br /&gt;Ein Bekannter von mir hat sich erst kürzlich auch wieder ein Dreirad gekauft, nachdem ich ihm von meinem vorgeschwärmt hatte. Er hatte vor Jahren mal eines, als es noch als Hilfsmittel vom "Landsting" (das entspricht so ungefähr einem Kanton oder Bundesland) finanziert wurde.Aber als er in einen anderen Landsting umgezogen ist, musste er es zurückgeben. Inzwischen gelten Dreiräder nicht mehr als Hilfsmittel, das heisst, man muss sie selber bezahlen. In meinem Beitrag 28 &lt;a href="http://ronjablog.blogspot.com/2010/06/28-odysee-mit-dreirad.html"&gt;&lt;/a&gt;habe ich ein wenig mehr dazu geschrieben. Es gibt leider es auch in Schweden einiges, was sich am Gesundheitssystem verbessern liesse. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier kommt noch ein Foto von mir auf meinem Dreirad:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-OYlNSW82WWA/TmUyH2JSAoI/AAAAAAAAADE/wvmw2-InBnI/s1600/P6200798.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-OYlNSW82WWA/TmUyH2JSAoI/AAAAAAAAADE/wvmw2-InBnI/s320/P6200798.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5648976417981072002" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-4002933933991111857?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/4002933933991111857/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=4002933933991111857' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4002933933991111857'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4002933933991111857'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/09/45-freiheit-auf-drei-radern.html' title='45. Freiheit auf drei Rädern'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-OYlNSW82WWA/TmUyH2JSAoI/AAAAAAAAADE/wvmw2-InBnI/s72-c/P6200798.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-3228763081964717287</id><published>2011-09-01T20:22:00.002+02:00</published><updated>2011-09-01T21:05:40.407+02:00</updated><title type='text'>44. Magische Momente I</title><content type='html'>Hin und wieder geschieht es, dass ich ganz besondere Momente erlebe. Momente, die erfreulich angenehm sind und bei denen es mir dennoch schwer fällt, das Erlebte in Worte zu fassen. Ich habe vor, hier in meinem Blog einige solcher „Magischen Momente“ zu sammeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Begegnung, die mir zu diesem Titel einfällt, war während der Urlaubsreise, die ich zusammen mit meinem Mann vor ein paar Wochen gemacht hab: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab einen Tag, an dem irgendwie nichts so funktionierte, wie wir uns das vorgestellt hatten. Zum Abschluss des Tages sind wir dann in dem kleinen Ort Junsele gelandet. Wir waren ziemlich gefrustet und unzufrieden und wussten nicht so recht, was wir mit dem restlichen Abend und mit uns selber anfangen sollten. Zuerst sassen wir etwas verloren in unserem Zimmer und haben gelesen. Manchmal beruhigt Lesen, aber dieses Mal nicht. Also haben wir uns nach draussen geschleppt und unter einen hübschen Baum gesetzt und das war schon etwas besser. An der frischen Luft zu sein tat gut, aber glücklich und zufrieden wurden wir dadurch nicht. Schliesslich haben wir uns dazu entschlossen, ein bisschen spazieren zu gehen und den Ort zu erkunden. Dabei haben wir einige nette Geschäfte entdeckt, in denen wir gerne gestöbert hätten, die aber alle geschlossen waren. Die Dorfkneipe, in denen nur Jugendliche sassen und Bier getrunken haben, sprach uns auch nicht an. Schliesslich haben wir einen kleinen Imbiss entdeckt, der Hamburger und Pommes verkauft hat und auch für Eis Reklame machte. Es sah weder einladend noch besonders gemütlich aus, und die beiden jungen nicht-schwedischen Männer sahen ungefähr genauso gefrustet aus, wie wir uns fühlten. Die eigene Laune wird selten besser, wenn man auf andere Menschen trifft, die ähnlich schlecht drauf sind. Man zieht sich in solchen Fällen meistens nur gegenseitig runter. Aber der Gedanke ein Eis zu essen, hatte unsere Stimmung deutlich verbessert und jetzt hatten wir zumindest ein Ziel: Jetzt waren wir auf der Suche nach einem Eiscafe. So etwas gab es im Ort aber leider nicht, und nach einer Weile wurde uns bewusst, dass der Imbiss vermutlich bald schliessen wird, was zur Folge hätte, dass wir am Ende ohne Eis dastehen würden. Wir wollten unseren kleinen Lichtblick nicht einfach so aufgeben und entschlossen uns deshalb, zum Imbiss zurückzugehen und uns eben in einer etwas ungemütlichen Atmosphäre ein Eis zum Mitnehmen zu kaufen. Die beiden jungen Männer waren überrascht, kurz vor Ladenschluss noch Kunden zu kriegen. Sie schienen irgendwie nicht mehr  damit gerechnet zu haben. Einer der beiden, der Koch, hätte uns auch gern einen Hamburger gebraten. Aber mit unserem Wunsch nach Eis waren die beiden  sichtbar überfordert. Eisverkaufen war eigentlich die Aufgabe des Chefs und der war gerade nicht da. Sie kamen richtig in Stress und wussten zuerst weder, wo die Waffeln waren noch was das Eis kosten sollte. Letzten Endes haben sie dann aber doch die Waffeln gefunden, uns etwas unbeholfen eine Portion der gewünschte Eissorte darauf gepackt und einen viel zu niedrigen Preis dafür verlangt. Wir wollten ihre Gutmütigkeit und Unerfahrenheit nicht ausnutzen und haben das Doppelte bezahlt, was eher dem Preis entsprach, den man hier in Schweden gewöhnlich für ein Eis bezahlt. Das hat die beiden Herren etwas überrascht, sie haben es aber angenommen. Wir haben dann noch ein bisschen geplaudert und erfahren, dass die beiden Türken waren. Einer von ihnen sprach richtig gut Deutsch, aber kaum Schwedisch. Zum Abschied hab ich ihnen noch auf Türkisch einen schönen Abend gewünscht und beim Rausgehen ist mir aufgefallen, dass sich unsere Situation völlig verändert hatte. Plötzlich hatten wir alle vier richtig gute Laune und die Welt war wieder in Ordnung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seitdem frag ich mich, was es war, das diese abrupte Veränderung verursacht hat. Es kann natürlich sein, dass es eigentlich ganz einfach ist und es ausreicht, wenn man auf freundliche Menschen trifft, die allen Widrigkeiten zum Trotz nicht ihren Frust auf einen abladen. Gestern habe ich eine Erklärung gefunden, die mir besser gefällt: Ich musste an zen-buddhistische Mönche denken, die ihre tägliche Nahrung als Almosen von ihren Mitmenschen bekommen: Einer der Gedanken, der hinter diesem Versorgungssystem steckt, ist ungefähr folgender: Beide Seiten haben ihre Bedürfnisse, sowohl die Person, die etwas entgegennimmt als auch diejenige, die etwas gibt. Durch die freiwillige Gabe werden diese beiden Bedürfnisse miteinander verbunden und am Ende bekommt jeder das, was er gerade braucht. Damit wiederum wird ein Gleichgewicht geschaffen, das sich positiv auf alle Beteiligten und auch auf ihre Umgebung auswirkt. In unserem Fall haben wir zweimal etwas ausgetauscht und dabei auch noch die Rollen getauscht: Zuerst haben mein Mann und ich unser Eis bekommen, obwohl die beiden Verkäufer sich ja auch hätten weigern können, und dann haben wir etwas gegeben, nämlich einen höheren Preis als den geforderten für das Eis bezahlt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jaa, ich geb zu, es klingt ein wenig esoterisch. Und ich bin mir durchaus bewusst, dass Bettelnmüssen und Almosenverteilen äusserst problematisch sein kann und häufig auf ein deutliches Machtmissverhältnis hinweist. Aber das bedeutet nicht, dass gegenseitiges Geben und Nehmen grundsätzlich schlecht ist. Für mich ist hier die Freiwilligkeit von zentraler Bedeutung. Und Freiwilligkeit setzt voraus, dass beide Seiten eine echte Wahlmöglichkeit haben und anders handeln können, wenn sie das möchten. &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-3228763081964717287?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/3228763081964717287/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=3228763081964717287' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3228763081964717287'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3228763081964717287'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/09/44-magische-momente-i.html' title='44. Magische Momente I'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-6615575345730532611</id><published>2011-08-22T19:05:00.002+02:00</published><updated>2011-08-22T19:10:48.230+02:00</updated><title type='text'>43. Zwischen Hoffnung und Verzweiflung</title><content type='html'>Ich hab gerade wieder an meine Reise in diesem Sommar gedacht. Ich hab im letzten Beitrag ein wenig davon berichtet. Es war schon ein sehr besonderes Erlebnis. Kurz nachdem wir wieder zu Hause waren, war das Bombenattentat in Oslo und die vielen Morde an den Jugendlichen auf der Insel Utøya. Der Gedanke daran ist für mich nach wie vor kaum auszuhalten: Dass ein einzelner Mensch seinen Mitmenschen so viel Schmerzen zufügen kann. Ich hab lange darüber nachgedacht, ob ich etwas dazu schreiben soll. Irgendwie ist unsere Reise mit den furchtbaren Ereignissen verbunden und ich kann nicht so tun, als ob das nicht so wäre. Auf der anderen Seite ist schon so viel darüber geschrieben worden und ich glaube nicht, dass ich mit tieferen Einsichten beitragen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal bin ich am Verzweifeln und mag die Zeitung gar nicht aufschlagen. So viel Hass und  Gewalt und Elend überall, wo auch immer man hinschaut. Und es gibt so wenig, was man dagegen tun kann. In solchen Momenten gehe ich oft raus auf meinen Balkon und suche Antworten in den Wolken. Ich weiss, dass sehr viel möglich ist, wenn jeder ein bisschen etwas dazu beiträgt, um diese Welt zu einem besseren Platz für alle Menschen zu machen. Ich weiss, dass Liebe und Solidarität die Antwort auf sehr viele Fragen ist. Und ich weigere mich einfach, die Hoffnung aufzugeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-owXsJxwVInw/TlKNLtMT_VI/AAAAAAAAAC8/p625ROox6GM/s1600/IMG_0385.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-owXsJxwVInw/TlKNLtMT_VI/AAAAAAAAAC8/p625ROox6GM/s320/IMG_0385.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5643728515297967442" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-6615575345730532611?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/6615575345730532611/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=6615575345730532611' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/6615575345730532611'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/6615575345730532611'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/08/43-zwischen-hoffnung-und-verzweiflung.html' title='43. Zwischen Hoffnung und Verzweiflung'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-owXsJxwVInw/TlKNLtMT_VI/AAAAAAAAAC8/p625ROox6GM/s72-c/IMG_0385.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-4387837918788604299</id><published>2011-08-04T11:03:00.003+02:00</published><updated>2011-08-04T20:54:33.436+02:00</updated><title type='text'>42. Pilgerfahrt</title><content type='html'>Ich bin wieder zurück, eigentlich schon seit guten zwei Wochen. Mein Mann und ich sind mit einem Mietwagen gen Norden gefahren. Unsere Reise wurde, ohne dass wir das geplant hatten, zu einer Pilgerfahrt. Zumindest für mich. Bis vor unserem Urlaub wusste ich nicht, dass es auch in Schweden Pilgerwege gibt. Ich hatte nur von den klassischen Pilgerzielen, wie Santiago de Compostela, Rom und Jerusalem gehört. Schön, dass man täglich neue Dinge entdecken kann, wenn man das möchte. Die meisten schwedischen Wege haben den Nidarosdom in Trondheim (Norwegen) zum Ziel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich weiss, normalerweise ist man bei einer Pilgerfahrt wochen- oder monatelang zu Fuss unterwegs. Das geht bei mir halt nicht, auch wenn ich manchmal denke, dass ich es gern tun würde. Aber wer sagt denn, dass man Dinge immer nur nach vorgegebenem Schema erledigen darf? Eines der Ziele einer Pilgrimsreise ist es, zu sich selbst zu finden. Das geht auch mit Auto. Es ist sehr empfehlenswert, für eine innere Reise einen erprobten Weg zu beschreiten, aber nur der Masse nachzurennen, bringt nichts. Individualität im schützenden Rahmen der Tradition. Der eigene Weg ist immer höchst individuell, und doch nicht so besonders, wie es sich manchmal anfühlen kann. Während unserer Reise musste ich übrigens oft an Paulo Coelhos Buch "Auf dem Jakobsweg" denken. Wer schon mal was von Paulo Coelho gelesen hat, dem werden wohl einige Ideen und Gedanken, über die ich hier schreibe, bekannt vorkommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reise war für mich eine Herausforderung, bei der ich immer wieder an meine Grenzen stiess und diese dann doch nicht erreicht habe. Es ging zum Beispiel durch kilometerlange Tunnels und dabei ist bzw. war es mir immer sehr unwohl. Der erste Tunnel, durch den ich selbst gefahren bin, hat meine gesamte Selbstbeherrschung gefordert. Ich weiss nicht, wie lang er war - es kam mir vor wie eine Ewigkeit. Ich hab mich am Steuer festgeklammert und mich darauf konzentriert, dass wir bald wieder draussen sind. Mein Fenster war auf und ich hätte es  gerne zu gemacht, um nicht die ganzen Abgase einzuatmen, aber es ging nicht. Ich war an der Grenze meiner Belastbarkeit und es war für mich unmöglich, eine Hand vom Steuer zu nehmen.Welche Erleichterung, als wir endlich draussen waren! Und welche Verwunderung, dass ich das tatsächlich geschafft hatte. Mit jedem weiteren Tunnel ging es leichter und ein paar Tunnels später konnte ich mich sogar an den hübschen Sternchen, die manchmal zur Dekoration oder Ablenkung am Beton angebracht waren, erfreuen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass ich mich auf einer Pilgerreise befinde, ist mir erst richtig bewusst geworden, als wir in der Pilgerkirche in Sånga (in der Nähe von Sollefteå) waren, die wir "zufällig" entdeckt hatten. Ein wenig verblüfft mich das, denn ich wäre beinahe an der Kirche vorbeigefahren ohne anzuhalten. Ich glaub ja nicht an den Zufall, sondern daran, dass Gott auf manchmal unerklärliche Weise unsere Wege lenkt. Ich bin gerade dabei zu lernen, mich mehr darauf einzulassen, und gleichzeitig zu beachten, dass ich selbst für meine Entscheidungen und für mein Handeln verantwortlich bin. Das ist nicht immer einfach - ich hätte ja auch einfach ohne an der Kirche anzuhalten, weiterfahren können. Mein Mann und ich schauen uns gern Kirchen an, wenn wir unterwegs sind. Das ist immer ein guter Platz, um eine Pause zu machen. Viel ruhiger und erholsamer als irgendwelche ausgewiesene Rastplätze. Und in Schweden kriegt man dort häufig eine Tasse Kaffee oder Tee, vielleicht ein paar Kekse und eine Toilette, die man benutzen darf, gibt es meisten auch. Ein hübsches Plätzchen an einem ruhigen See oder einem wilden Fluss ist natürlich auch toll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem mir bewusst wurde, dass ich mich auf einer Pilgerreise befand, war es geradezu ein Muss, bis zum Nidarosdom in Trondheim zu fahren. Damit hatte unsere Pilgerfahrt ein Ziel. In Trondheim haben wir an einem Pilgergottesdienst im Nidarosdom teilgenommen, der von Ole Christian Kvarme, dem Bischof von Oslo, gehalten wurde. Das wäre ein passender Abschluss unserer Pilgerfahrt gewesen, aber irgendwie war es damit noch nicht vorbei. Die Reise ging erst noch weiter zu einer Bergstrasse ("Trollstigen"), die an einem  Fjord entlang führt. Wunderschön! Mein Mann hat mich vorsichtig gefragt, ob ich die Strecke fahren könnte, damit er Fotos machen kann. Was hat es mir davor gegraust! Ich hab Höhenangst. Ich hab vor ziemlich vielem Angst, wenn ich so darüber nachdenke. Erstaunlicherweise hab ich sehr viel mehr Angst, wenn es nach oben geht. Runterfahren ist meistens viel einfacher. Ich war mir absolut nicht sicher, ob ich es schaffen würde, mit einem fremden Auto auf schmalen kurvigen Strassen knapp am Abgrund entlangzufahren. Es hat mich ein wenig beruhigt, als ich gesehen hab, dass viele Leute dort sogar mit Wohnmobil unterwegs waren. Das hat meinen Ehrgeiz herausgefordert und ich dachte oft, wenn andere hier mit Wohnmobil fahren können, dann schaffe ich das auch mit nem normalen Auto. Ich bin sehr vorsichtig gefahren und es ging nicht schnell - wir wollten die Strecke ja ohnehin geniessen. Nach und nach hat es sogar mit dem Geniessen der Strecke funktioniert. Die Umgebung war einfach zu schön, als dass ich sie hätte ignorieren können. Es war eine gute Übung, um zu lernen, mich auf den Weg zu konzentrieren und mich gleichzeitig an der Schönheit um mich herum zu erfreuen. Erst nachdem ich diese Fahrt hinter mir hatte, hatte ich wirklich das Gefühl, dass meine Pilgerfahrt zu Ende war. Das wollte ich gerne mit einem Ritual abschliessen. Dazu hat sich die Stabkirche in Lom angeboten, die wir am nächsten Tag besichtigt haben. Später habe ich dann in Gedanken an dem Pilgergottesdienst, der zur selben Zeit wie am Vortag mit demselben Bischof im Nidarosdom gefeiert wurde, teilgenommen. Erst damit war meine Pilgerreise wirklich beendet. Naja, beendet stimmt wohl nicht so ganz, denn eine Pilgerreise ist eigentlich erst der Anfang. Fortsetzung folgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier noch ein paar Bilder:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Pilgerkirche in Sånga&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-6O-jME-5l7Y/TjrqNxiosuI/AAAAAAAAAC0/BbHmt51fzvA/s1600/IMG_7087.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-6O-jME-5l7Y/TjrqNxiosuI/AAAAAAAAAC0/BbHmt51fzvA/s320/IMG_7087.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5637075405965406946" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Nidarosdom in Trondheim&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-7Az8YHzgiMI/Tjrpv_lWfFI/AAAAAAAAACs/Tqn2t22jI_0/s1600/IMG_7224.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 214px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-7Az8YHzgiMI/Tjrpv_lWfFI/AAAAAAAAACs/Tqn2t22jI_0/s320/IMG_7224.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5637074894338817106" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bergstrasse "Trollstigen"&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-qiAcZ3J85Rg/TjrpZi5aUNI/AAAAAAAAACk/poB5a3EORmo/s1600/IMG_7476.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-qiAcZ3J85Rg/TjrpZi5aUNI/AAAAAAAAACk/poB5a3EORmo/s320/IMG_7476.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5637074508681203922" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-4387837918788604299?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/4387837918788604299/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=4387837918788604299' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4387837918788604299'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4387837918788604299'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/08/42-pilgerfahrt.html' title='42. Pilgerfahrt'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-6O-jME-5l7Y/TjrqNxiosuI/AAAAAAAAAC0/BbHmt51fzvA/s72-c/IMG_7087.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-6483076039384382002</id><published>2011-07-02T17:44:00.002+02:00</published><updated>2011-07-02T17:49:37.927+02:00</updated><title type='text'>41. Chaos und Fortschritte</title><content type='html'>Manchmal habe ich das Gefühl, ich geh im Chaos unter. Es gibt ein paar Tricks, um dem ganzen etwas entgegenzuwirken: &lt;br /&gt;Das Prinzip der kleinen Schritte funktioniert für mich wunderbar: Ich nehm mir für jeden Tag eine Kleinigkeit vor, die sich leicht und relativ problemlos erledigen lässt und vielleicht 15 Minuten dauert: Eine Ecke in der Wohnung aufräumen oder einen Stapel Papiere sortieren. Mit etwas Disziplin wird es damit jeden Tag ein bisschen besser und man überfordert sich nicht. Das hat zur Folge, dass man länger durchhält und nicht gleich wieder die Lust verliert, sobald man ein bisschen mehr Ordnung geschaffen hat. &lt;br /&gt;Die 10 Sekunden-Regel hilft auch: Alles, was weniger als 10 Sekunden dauert, wird sofort erledigt, d.h. die Schlüssel kommen gleich an ihren Platz und werden nicht irgendwo hingeworfen, Bücher werden, wenn ich sie ausgelesen habe, wieder zurück ins Regal gestellt....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nachdem meine Wohnung oft ein Spiegelbild meiner Stimmung ist, hoffe ich, dass sich ein geordneteres Umfeld auch positiv auf mein Innenleben auswirkt. Dazu noch beten und meditieren, dann wird das schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach ja, im Moment ist alles nicht so einfach. Vielleicht mache ich es mir auch nur selber unnötig schwer. Da dachte ich doch, ich sei mit meiner Entscheidung, Pastorin zu werden, bereits auf der Zielgeraden. Welch ein Irrtum. So langsam wird mir bewusst, dass das erst der Anfang war und keineswegs das Ende. Jetzt geht es erst richtig los. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch eine besondere Gabe für diese Welt besitzt, um sie ein klein wenig besser zu machen. Das macht jeden Menschen so wertvoll und einmalig. Irgendwann werde auch ich meine Gabe finden und sie der Welt feierlich überreichen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-6483076039384382002?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/6483076039384382002/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=6483076039384382002' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/6483076039384382002'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/6483076039384382002'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/07/41-chaos-und-fortschritte.html' title='41. Chaos und Fortschritte'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-7828943069625148247</id><published>2011-06-10T18:26:00.002+02:00</published><updated>2011-06-10T18:54:02.834+02:00</updated><title type='text'>40. Gute Vorsätze und neue Erkenntnisse</title><content type='html'>Ich nehm mir immer mal wieder vor, eine Kleinigkeit in meinem Leben zu ändern. Ich hab nämlich herausgefunden, dass der Weg der kleinen Schritte ganz hervorragend für mich funktioniert. Manchmal gelingt es mir, mir etwas Neues anzugewöhnen und manchmal verlaufen sich meine guten Vorsätze nach kurzer Zeit im Sande. Hin und wieder ist natürlich auch ein grösserer Schritt dabei, wie zum Beispiel mein Umzug nach Schweden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine neueste Erkenntnis ist, dass wir viel zu selten positive Dinge zueinander sagen. Lob gibt es  häufig nur dann, wenn man wirklich ordentlich was geleistet hat. Dagegen sind wir ziemlich schnell zur Stelle, wenn es darum geht zu sagen, was uns nicht passt. Ja, ich weiss, es ist nicht gut, immer alles zu schlucken. Selbstverständlich ist negative Kritik manchmal durchaus angebracht und bisweilen sogar dringend notwendig. Das bezweifle ich gar nicht. Was mich stört ist allzu ausgeprägte Einseitigkeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir passiert es erstaunlich oft, dass ich mich spontan an nette Begebenheiten erinnere. Ist eine bestimmte Person dafür verantwortlich, dann erzähl ich ihr inzwischen bei der nächstbesten Gelegenheit, dass ich erst kürzlich an sie denken musste, weil mir etwas, was sie mal gesagt hat, Freude bereitet oder geholfen hat. Gerade heute hab ich mich mal wieder bei einer Klassenkameradin für so etwas bedankt. Und da fiel mir auf, wie viele positive Nebeneffekte meine neue Angewohnheit hat: Alle freuen sich über freundliche Worte, meine Klassenkameradin war da keine Ausnahme. Ausserdem hat es zur Folge, dass ich selbst meine Aufmerksamkeit mehr auf das richte, was konstruktiv ist und mich weiterbringt. Gleichzeitig macht es mir und anderen bewusst, dass es nicht völlig gleichgültig ist, was man tagtäglich von sich gibt, sondern dass alles irgendwo landet und Konsequenzen hat. Und vielleicht das Wichtigste: Man erlebt für einen kurzen Augenblick ein Gefühl der Gemeinschaft, indem man etwas Schönes mit einem anderen Menschen teilt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-7828943069625148247?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/7828943069625148247/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=7828943069625148247' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7828943069625148247'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7828943069625148247'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/06/40-gute-vorsatze-und-neue-erkenntnisse.html' title='40. Gute Vorsätze und neue Erkenntnisse'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-4760262322282628896</id><published>2011-06-08T21:24:00.002+02:00</published><updated>2011-06-08T21:27:33.620+02:00</updated><title type='text'>39. Sommer!</title><content type='html'>Auch in Stockholm ist inzwischen der Sommer eingekehrt und seit Wochen blüht es überall. Es ist wunderschön. Im Moment überwiegen Rottöne: rote Kastanien, Heckenrosen und ein Baum mit roten Blüten, den ich nicht identifizieren kann. Die Farbenpracht tut gut nach den langen grauen Wintermonaten. Allerdings mag mein Kreislauf allzu viel Hitze nicht so gern und wenn man eine Karte über Stockholm anschaut, dann sieht man, dass die Stadt eigentlich aus einer Ansammlung von Inseln besteht. Das bedeutet, es hat eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Schwüles Wetter mag mein Kreislauf noch weniger. Ich hab schon überlegt, meinen Tagesrhythmus umzustellen: Früher aufstehen, wenn es noch relativ kühl ist, und all das erledigen, was ich mir für den Tag vorgenommen hab und über die Mittagszeit irgendwo mit nem Eis im Schatten dösen. Nachdem wir bald Sommerferien haben, gibt es zumindest keine äusseren Zwänge, die das verhindern würden. Nur meine eigenen Gewohnheiten könnten mir hier im Wege stehen. Ich schlaf morgens gerne lange, wenn ich kann. Aber wenn es bereits um 6 Uhr glockenheller Tag ist, fällt das Aufstehen gar nicht so schwer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-4760262322282628896?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/4760262322282628896/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=4760262322282628896' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4760262322282628896'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4760262322282628896'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/06/39-sommer.html' title='39. Sommer!'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-8578252107085010536</id><published>2011-03-22T17:54:00.004+01:00</published><updated>2011-03-22T18:12:23.486+01:00</updated><title type='text'>38. Erfreuliche Begegnungen</title><content type='html'>Auch in Stockholm wird es langsam Frühling! Es taut und fast alle Schnee- und Eisplatten haben sich inzwischen in Pfützen verwandelt. Eigentlich wollte ich das letzte Woche schon berichten, aber dann hat es wieder ordentlich geschneit und alles war weiss. Erstaunlicherweise konnte ich mich darüber freuen, obwohl ich mich wirklich nach dem Frühling sehne. Es war ein hübscher Winterabschiedsgruss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute war ich übrigens zum ersten Mal allein mit meinem Dreirad unterwegs. Der Grund, weshalb ich bisher nur in Begleitung Fahrrad gefahren bin, ist einfach: Mir fehlt noch die Übung. Ab und zu bleib ich an einem Berg hängen. Wenn er zu steil ist, dann schaffe ich es nicht bis ganz nach oben und in dieser Situation abzusteigen, während mein 30 kg schweres Dreirad langsam rückwärts rollt, ist ne Herausforderung. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ja, ich hab ne Feststellbremse, aber die ist nicht stark genug.&lt;/span&gt; Und mein Dreirad dann den Rest des Berges hochzuzerren, ist auch nicht so einfach. Aber ich werd schon noch ne Lösung dafür finden. Die Strecke heute war jedenfalls einigermassen eben und unterwegs hat mich eine freundliche alte Frau angestrahlt, als sie mich auf meinem Dreirad gesehen hat. Ich hab zurückgelacht und mich gefreut. Es sind oft die kleinen, scheinbar unbedeutenden Situationen, die so wichtig sind und dem Leben Farbe geben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Stunden zuvor hab ich eine andere nette alte Frau getroffen. Wir sind beide in derselben Kirche Mitglied und wir waren beide etwas überrascht über unser unvermutetes Treffen. Es ist selten, dass man sich in einer Grosstadt einfach so über den Weg läuft, auch wenn unser Stadtteil eigentlich recht überschaubar ist. Sie hat mich gefragt, wo ich wohne und ich war ein wenig verblüfft, denn wir sind beinahe Nachbarn und haben das auch schon bei früheren Begegnungen festgestellt. Einmal sind wir sogar ein Stück gemeinsam gegangen, als wir beide auf dem nach Hauseweg waren. Es passiert häufig, dass man Dinge vergisst, die einem nicht so wichtig sind. Natürlich hätte ich mich gefreut, wenn sie sich auch daran erinnert hätte, aber wenn ich ehrlich bin, dann war unser gemeinsamer kurzer Spaziergang wirklich nichts Weltbewegendes. Hätte ich es trotzdem erwähnen sollen? - &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ok, ich geb's zu, es ist durchaus möglich, dass ich mir manchmal vielleicht zu viele Gedanken mache. Auf der anderen Seite finde ich es wichtig, sich selber zu hinterfragen.&lt;/span&gt; - Hätte ich es erwähnt, dann hätte ihr gleichzeitig  (zumindest indirekt) vorgeworfen, dass sie unsere frühere Begegnung vergessen hat und das hätte vermutlich nichts Positives/Konstruktives zur aktuellen Situation beigetragen. So war es einfach nur ein nettes zufälliges Treffen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-8578252107085010536?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/8578252107085010536/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=8578252107085010536' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/8578252107085010536'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/8578252107085010536'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/03/38-erfreuliche-begegnungen.html' title='38. Erfreuliche Begegnungen'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-52051562825822933</id><published>2011-03-01T19:46:00.002+01:00</published><updated>2011-03-01T20:07:29.032+01:00</updated><title type='text'>37. Ein neuer Lebensweg</title><content type='html'>Hab ich eigentlich schon erzählt, dass ich inzwischen "hauptberuflich" Theologie studiere? Zumindest mein  Theologiestudium hab ich mal erwähnt (im meinem Beitrag 27 &lt;a href="http://ronjablog.blogspot.com/2010/02/27-chaos-und-ein-kleines-eichhornchen.html"&gt;&lt;/a&gt; ). Und nicht nur das. Ich habe mich dazu entschieden, Pfarrerin zu werden. Manchmal kann ich es selbst kaum fassen. Wie mir das passieren konnte? Es ging ziemlich schnell und war sehr unspektakulär: Ich bin seit einiger Zeit in einer Kirchengemeinde bei uns um die Ecke aktiv und hab mich hin und wieder mit unserem damaligen Pfarrer unterhalten. Während eines unserer Gespräche (es ging um Solidarität) hat er gesagt, dass ich wirklich Theologie studieren sollte. Selber wäre ich echt nicht auf die Idee gekommen und trotzdem war für mich klar: Er hat Recht. Genau das sollte ich tun. Ich hab mich erst nicht getraut, einfach alles hinzuschmeissen und mich mit Feuereifer in meine neue Laufbahn zu stürzen. Ich war "vernünftig" und hab mich letztes Jahr erst mal für ein paar Kurse an der Theologische Hochschule eingeschrieben, um zu testen, ob das wirklich was für mich ist. Inzwischen bin ich mir sicher! Endlich weiss ich, was ich mit meinem Leben anfangen möchte!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-52051562825822933?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/52051562825822933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=52051562825822933' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/52051562825822933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/52051562825822933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/03/37-ein-neuer-lebensweg.html' title='37. Ein neuer Lebensweg'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-146633027900634409</id><published>2011-02-18T18:02:00.003+01:00</published><updated>2011-02-18T18:07:12.203+01:00</updated><title type='text'>36. Das Leberblümchen und die gute Laune</title><content type='html'>Das Leberblümchen  (auf schwedisch: blåsippa) ist die Lieblingsblume meiner Schwiegermutter. Eine wirklich weltbewegende Information, ich weiss. Aber wartet nur ab, wenn mein Blog irgendwann einmal Kultstatus erreicht hat, dann ist das bestimmt die 100.000 Euro-Frage in einem Fernsehquiz. Bis dahin gibt es allerdings noch viel zu tun. Ich habe mir für dieses Jahr das Ziel gesetzt, die Anzahl meiner offiziellen Leserinnen und Leser mindestens zu verdoppeln! Um das Ziel zu erreichen, habe ich mir vorgenommen, wieder zu meinem ursprünglichen Plan zurückzukehren und jeweils so um den 8., den 18. und den 28. einen Beitrag zu veröffentlichen. Ausserdem werde ich mehr Bilder in meinen Blog einbauen. Mein Mann fotografiert leidenschaftlich gerne und ich hab ungefähr 20.000 Bilder zur Auswahl. Ironischerweise stammt das erste Bild, das vom 35. Beitrag, nicht von meinem Mann sondern von einem rumänischen Bekannten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zurück zum Leberblümchen: Es ist eine typische Frühlingsblume und es ist jedes Jahr so wunderschön, sie endlich zu sehen. Nein, der Frühling ist hier noch nicht ausgebrochen. Es liegt nach wie vor eine dicke Schicht aus Eis und Schnee auf den Strassen und vor allem auf den Gehwegen. Aber ich musste  neulich an einen wunderschönen Nachmittag denken: Ich sass auf einem Baumstamm in der Sonne und war von blühenden Leberblümchen umgeben. In all seiner Einfachheit war es wunderschön. Da auf dem Baumstamm ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie wichtig es ist, auf solche Dinge zu achten und sich die Zeit zu nehmen, sich an ihnen zu erfreuen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Kontrast dazu gibt es Menschen, die mit ihrem Leben chronisch unzufrieden sind. Damit meine  ich nicht Leute, die eine schwere Zeit durchmachen, sondern solche, für die das Leben ständig nur aus Pflichterfüllung und harter Arbeit zu bestehen scheint - alles ist nur bitterer Ernst und anstrengend und ist gibt selten was zu lachen. Irgendwie schaffen es solche Menschen, diese Unzufriedenheit und schlechte Laune überall um sich herum zu verbreiten. Ich tu mir schwer mit einer solchen Lebenseinstellung. Neulich hätte mir der Kontakt mit einer chronisch unzufriedenen Person beinahe den Rest des Tages versaut. Mein Tag war bis dahin ohnehin nicht so toll und in einer solchen Situation ist man anfälliger für negative Einflüsse. Zum Glück fiel mir in diesem Augenblick plötzlich das Leberblümchen und der oben erwähnte Nachmittag ein. Das war genau das, was ich gebraucht habe und hat mir den Tag gerettet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier ist es, das Leberblümchen. &lt;br /&gt;Möge es auch weiterhin gute Laune verbreiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-RaWwO5g4bvA/TV6m0sX32gI/AAAAAAAAACA/I9j_3bAikBg/s1600/leberbluemchen-1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-RaWwO5g4bvA/TV6m0sX32gI/AAAAAAAAACA/I9j_3bAikBg/s320/leberbluemchen-1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5575076812925950466" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-146633027900634409?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/146633027900634409/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=146633027900634409' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/146633027900634409'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/146633027900634409'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/02/36-das-leberblumchen-und-die-gute-laune.html' title='36. Das Leberblümchen und die gute Laune'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-RaWwO5g4bvA/TV6m0sX32gI/AAAAAAAAACA/I9j_3bAikBg/s72-c/leberbluemchen-1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-4068050778533118930</id><published>2011-02-07T19:20:00.002+01:00</published><updated>2011-02-07T19:28:39.299+01:00</updated><title type='text'>35. Neue Erfahrungen</title><content type='html'>Seit gestern bin ich wieder um eine Erfahrung reicher: Ich war zum ersten Mal bei Eis und Schnee mit meinem Dreirad unterwegs! Nunja, soo dramatisch war es nicht. Es war halt kalt, obwohl die Sonne geschienen hat. Mein Mann und ich haben Freunde besucht, die um die Ecke wohnen. Mit dem Fahrrad war es am einfachsten zu ihnen zu kommen. Hätten wir die U-Bahn genommen, dann hätte ich zum Schluss noch ziemlich weit gehen müssen. Und spazierengehen macht im Moment keinen Spass! Hier in Stockholm liegt immer noch Schnee. Der taut tagsüber und das Schmelzwasser friert dann am Abend wieder fest: Das bedeutet, dass es stellenweise spiegelglatt ist. Erstaunlicherweise bin ich diesen Winter übrigens erst viermal hingefallen. Zweimal hätte ich wohl vermeiden können. Zwei Stürze waren  der Preis, den ich dafür bezahlt habe, dass ich mir unbedingt eine Kirche, die auf einem Berg lag, anschauen wollte. Der Weg dorthin war ziemlich verschneit und schlecht geräumt (siehe Foto). Eigentlich ist es erstaunlich, dass ich es überhaupt bis nach oben geschafft hab. Allein wäre es nicht möglich gewesen, aber mit der Hilfe von ein paar netten Menschen ging es irgendwie. Es tut gut, wenn man hin und wieder mal was Neues ausprobiert und sich auch mal traut, Berge zu erklimmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_wJl97S4ioNg/TVA4mZ5MBZI/AAAAAAAAAB4/EJupYeF6Dbs/s1600/dscf5151.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_wJl97S4ioNg/TVA4mZ5MBZI/AAAAAAAAAB4/EJupYeF6Dbs/s320/dscf5151.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5571014971494237586" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hier befinden wir uns gerade beim Aufstieg.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-4068050778533118930?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/4068050778533118930/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=4068050778533118930' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4068050778533118930'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4068050778533118930'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2011/02/35-neue-erfahrungen.html' title='35. Neue Erfahrungen'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_wJl97S4ioNg/TVA4mZ5MBZI/AAAAAAAAAB4/EJupYeF6Dbs/s72-c/dscf5151.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-4791174705553361580</id><published>2010-12-08T22:12:00.002+01:00</published><updated>2010-12-08T22:56:27.449+01:00</updated><title type='text'>34. Warum ausgerechnet ich?</title><content type='html'>Diese Frage hör ich in letzter Zeit immer wieder und ich weiss offen gestanden nicht genau, was damit eigentlich gemeint ist. "Warum?" frage ich ständig, in den unterschiedlichsten Situationen. Meistens möchte ich irgendetwas besser verstehen und/oder einen Weg finden, um Wiederholungen zu vermeiden. Aber die Frage "Warum ich?" geht in eine andere Richtung. Ich sehe die Verzweiflung, die dahinter steckt. Und den sehnlichen Wunsch, dass sich alles irgendwann als grosser Irrtum herausstellen möge. Dass einfach jemand kommt und sagt: "&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Verzeihung, es war ne Verwechlung, eigentlich war das klumpige und schwere Paket für jemand anderen gedacht.&lt;/span&gt;" Aber irgendwie steckt noch mehr dahinter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe eine Zwillingsschwester, die keine Behinderung hat. Als mich zum ersten Mal jemand gefragt hat, ob ich es ungerecht finde, dass ich ne Behinderung gekriegt hab und sie nicht, konnte ich nur verständnislos schauen. Ich war 14 und für mich war das ein völlig neuer und echt schräger Gedanke. Ich hab den Sinn bzw. die Zielrichtung dieser Frage bis heute nicht verstanden. Wäre es denn gerechter gewesen, wenn meine Schwester eine Behinderung hätte und ich nicht? Oder wenn wir beide eine bekommen hätten? Was hätte ich davon, wenn meine Schwester behindert wäre? Genau genommen habe ich ja zwei Behinderungen, das hätte sich ja auch "gerecht" verteilen lassen, oder? Aber wäre es gerecht gewesen, wenn unsere Eltern zwei behinderte Töchter gehabt hätten? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht bin ich zu naiv, aber tief in mir steckt die Vorstellung, dass alles schon irgendeinen Sinn haben könnte, auch wenn ich ihn beim besten Willen nicht erkennen kann. Das verhindert nicht, dass ich manchmal einfach nur meine Verzweiflung in die Welt hinausschreien möchte. Da ist es vielleicht gar nicht so weit zu der Frage: "&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wieso lädst du den Mist ausgerechnet bei mir ab? Ich will ihn nicht haben, nimm ihn wieder mit&lt;/span&gt;."  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es verbirgt sich wohl auch das Gefühl der Machtlosigkeit hinter der Frage, die mich im Moment so beschäftigt. - &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Warum habe ich das nicht unter Kontrolle? Habe ich etwas falsch gemacht?&lt;/span&gt; Die Erkenntnis, dass man sein Leben nicht völlig unter Kontrolle hat, ist schwer auszuhalten. Vor allem dann, wenn für das, was geschieht, keine einigermassen einleuchtende Erklärung erkennbar ist. Ich glaub, manche Sachen kann man nicht erklären, sie geschehen einfach. Jedenfalls gibt es für mich so vieles, das weit ausserhalb meines Vorstellungsvermögens liegt. Aber ich glaube nicht, dass die Welt besser wäre, wenn sich alles im voraus berechnen und planen liesse und wir Menschen alles beherrschen könnten. Mir würden die unerwarteten Entdeckungen, die wunderbaren spontanen Begegnungen und Gespräche mit anderen Menschen und vor allem die täglichen Wunder des Lebens fehlen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-4791174705553361580?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/4791174705553361580/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=4791174705553361580' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4791174705553361580'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4791174705553361580'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2010/12/34-warum-ausgerechnet-ich.html' title='34. Warum ausgerechnet ich?'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-7552608724159919367</id><published>2010-12-03T21:28:00.003+01:00</published><updated>2010-12-03T21:36:46.738+01:00</updated><title type='text'>33. Zauberhaftes Märchenland</title><content type='html'>Seit einigen Tagen ist es bei uns arschkalt und ordentlich geschneit hat es auch. Es liegen mindestens 10 cm Schnee und ich überlege ernsthaft, ob ich meine himmelblaue Thermohose rausholen soll. Meine Spastik findet die Kälte gar nicht lustig. Das bedeutet, dass sich meine Muskeln verkrampfen und ich im Moment ziemlich steif bin. Gleichzeitig ist es einfach schön, wenn alle Bäume weiss gepudert sind. In der Dämmerung kommt es mir vor als wäre ich in eine verzauberte Märchenlandschaft eingetaucht. Es hat etwas Unwirkliches, Traumhaftes -  zumindest so lange bis ich an der Kläranlage vorbeikomme. Dann drängt sich die unangenehme Seite der Realität wieder auf. Ungefähr so fühlt sich mein Leben gerade an. Es gibt so vieles, was sich kaum miteinander vereinbaren lässt. Und so stapfe ich halt täglich über Eis und Schnee, versuche mich warmzuhalten und freue mich über den funkelnden Schnee.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-7552608724159919367?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/7552608724159919367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=7552608724159919367' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7552608724159919367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7552608724159919367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2010/12/33-zauberhaftes-marchenland.html' title='33. Zauberhaftes Märchenland'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-6962765325955087320</id><published>2010-09-18T19:15:00.000+02:00</published><updated>2010-09-18T19:18:41.160+02:00</updated><title type='text'>32. Unterdrückungsmechanismen &amp; Gegenstrategien</title><content type='html'>&lt;span lang="SV"&gt;TEIL 3&lt;/span&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;Jetzt ist doch wieder mehr Zeit vergangen als ich gedacht habe. Dabei war ich mir so sicher, dass es mir gelingen w&lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;ürde, &lt;/span&gt;&lt;span lang="SV"&gt;mich selber zu &lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;überlisten. Nunja, &lt;/span&gt;&lt;span lang="SV"&gt;hier kommt also endlich der dritte und letzte Teil zum Thema. F&lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;ür alle, die erst hier anfangen zu lesen, würde ich empfehlen, die Teile 1 und 2 zumindest zu überfliegen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;3. Vorenthalten von Informationen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;Stellen wir uns ein Gremium vor, das Entscheidungen treffen soll. Vor einer offiziellen Sitzung kriegen alle ein Paket mit schriftlichen Informationen zugeschickt. Alle bis auf ein Gremiumsmitglied&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;treffen sich ein paar Tage vor der Sitzung und tauschen Informationen aus, ohne dass dieses Mitglied etwas davon weiss. Die Person, die zu dem inoffiziellen Treffen nicht eingeladen war, kann sich noch so gut auf die Sitzung vorbereiten, ihr werden trotzdem wichtige Informationen fehlen. Da kann es leicht passieren, dass sie was sagt oder Vorschläge macht, die für alle anderen offensichtlich unangebracht sind und sie dasteht, als ob sie von der Sache schlicht keine Ahnung hat. Das Beispiel ist vielleicht ein wenig überzogen, aber es passiert ziemlich häufig, dass nicht alle Beteiligten alle Informationen bekommen. Und wenn es um Leute mit Behinderung geht, dann scheint es sehr üblich zu sein, dass sich Eltern, Therapeuten, Ärzte, Lehrer und ich weiss nicht, wer noch so alles über ihre behinderten "Schützlinge" unterhalten und Informationen untereinander austauschen, ohne dass die Hauptperson, um die es bei diesen Gesprächen geht, eingebunden wird. Wird der Behinderte dann doch mal um seine Meinung gefragt, dann fehlen ihm häufig wichtige Informationen, um wirklich mitreden zu können. Ihm geht es ähnlich wie der Person, die nicht zu dem inoffiziellen Treffen eingeladen war. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Wie wehrt man sich nun dagegen? Zunächst ist es wichtig zu erkennen, dass andere mehr Information haben und deshalb kompetenter wirken und eventuell sachdienlichere Entscheidungen treffen können. Dieses Ungleichgewicht sollte so weit es geht beseitigt werden. Die Doktorantinnengruppe, die ich in den beiden anderen Beiträgen schon erwähnt habe, formuliert das so schön mit der Forderung "Karten auf den Tisch!".Ein anderer Rat ist zu versuchen, Informationen auf eigene Hand einzuholen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt; &lt;p style="font-weight: bold;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;4. Wie man es macht, es ist verkehrt&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;Ein Klassiker ist die Beruftätigkeit von M&lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;ü&lt;/span&gt;&lt;span lang="SV"&gt;ttern: Gehen sie arbeiten, dann wir ihnen vorgeworfen, sie w&lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;ürden ihre Familie vernachlässigen, bleiben sie daheim, dann kriegen sie die Story von der mangelnden Selbsverwirklichung zu hören. Darüber hinaus gilt es in Schweden als egoistisch, wenn ein Partner nichts zum Unterhalt der Familie beiträgt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;Es ist egal welche Entscheidung man trifft - sie ist auf jeden Fall falsch. Diese Strategie funktioniert auch wunderbar bei Leuten mit Behinderung: Melden sie sich zu Wort und fordern ihre Rechte ein, dann fallen sie unangenehm auf, gelten als vorlaut, undankbar, rücksichtslos und egoistisch. Lassen sie es bleiben, und finden sich mit der Situation ab, wie sie ist, dann sind sie passiv und selber schuld, dass ihr Leben nicht anders aussieht und sich gesellschaftlich nichts verändert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;Diese Herrschaftstechnik dient, wie die anderen auch, der Verunsicherung und es ist nicht einfach aus diesem Zirkel herauszukommen. Wem die Meinung seiner Mitmenschen sehr am Herzen liegt, hat fast keine Chance auszubrechen. Denn ein gewisses Mass an "Wurstigkeit" (ist mir doch wurst, was andere über mich denken) ist hierfür wohl notwendig und eine Portion Selbstbewusstsein. Die Doktorantinnen raten dazu, Verständnis für diejenigen zu zeigen, die einem Vorwürfe machen und gleichzeitig Respekt für die eigene Entscheidung einfordern. Dazwischen kann es helfen, sich selber immer wieder zu sagen: Ich weiss, was ich tue! Und ich weiss, warum ich es mache! Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man das auch wirklich weiss oder zumindest eine ungefähre Ahnung hat.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; 5. Beschuldigen und beschämen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt; Diese Strategie läuft darauf hinaus, dass sich jemand daf&lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;ür schämen soll, wie er ist oder einer Person die schuld daran gegeben wird,&lt;/span&gt;&lt;span lang="SV"&gt; wenn ihr etwas angetan wird. Es ist schwierig, diese Strategie klar einzugrenzen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;Wird jemand diskriminiert, dann wird gerne so getan als wäre die diskriminierte Person selber daran schuld: Eine Person mit Speichelfluss und Schwierigkeiten beim Kauen sollte Verständnis daf&lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;ür haben, dass andere Menschen nicht so gerne mit ihr am selben Tisch oder&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;im selben Raum essen möchten, weil sie den Anblick nicht appetitlich finden.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Oder: &lt;/span&gt;&lt;span lang="SV"&gt;Es ist der Rollstuhl, der es unmöglich macht, irgendwo reinzukommen, nicht die Stufen. Warum heute noch Gebäude mit Stufen und ohne Aufzug gebaut werden (d&lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;ürfen)&lt;/span&gt;&lt;span lang="SV"&gt;, ist mir übrigens ein Rätsel. W&lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;ürde jemand ein Schild mit der Aufschrift "Zutritt für Schwarze/Juden/Moslems verboten", wäre das (hoffentlich!) völlig unakzeptabel. Eine Treppe (ohne Alternative) vor einem Gebäude hat genau dieselbe Aussage für jemand mit Rollstuhl, nämlich "Du darfst hier nicht rein." &lt;/span&gt;&lt;span lang="SV"&gt;Aber das nur am Rande. &lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;Zurück zum Thema: Ein grosses Problem ist, dass die Schuld, die von aussen an einen herangetragen wird, leicht verinnerlicht wird und ich irgendwann selbst davon &lt;/span&gt;&lt;span style="" lang="SV"&gt;überzeugt bin&lt;/span&gt;&lt;span lang="SV"&gt;, dass es an mir liegt, wenn manche Leute nicht gemeinsam mit mir essen möchten oder dass ich von so vielen Veranstaltungen und Möglichkeiten ausgeschlossen werde, wenn ich mit Rollstuhl unterwegs bin. Entsprechend schwierig, kann es sein, zu erkennen, dass man Herrschaftstechniken ausgesetzt wird. Ein Rat der Doktorantinnen ist es, zu intellektualisieren und zu versuchen, die Situation aus einer sachlichen Distanz zu betrachten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Selbstverständlich gibt es für alle hier erwähnten Unterdrückungsstrategien noch viele andere Beispiele und die vorgeschlagenen Gegenstrategien sind keine Patentlösung, die immer und überall funktioniert. Der gesamte Beitrag ist mehr als Anregung zum Nachdenken gedacht - eine Aufmunterung, bewusst eigene Gegenstrategien zu entwickeln und auszuprobieren. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="SV"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Ich wünsche allen, einschliesslich mir selbst, viel Erfolg dabei.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-6962765325955087320?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/6962765325955087320/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=6962765325955087320' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/6962765325955087320'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/6962765325955087320'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2010/09/32-unterdruckungsmechanismen.html' title='32. Unterdrückungsmechanismen &amp; Gegenstrategien'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-266585415524863317</id><published>2010-09-05T20:02:00.001+02:00</published><updated>2010-09-05T20:05:26.160+02:00</updated><title type='text'>31. Unterdrückungsmechanismen &amp; Gegenstrategien</title><content type='html'>&lt;span style=""&gt;TEIL 2&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Diese Woche war anstrengend . Deswegen kommt erst jetzt eine relativ kurze Beschreibung der ersten beiden Herrschafttechniken – Unsichtbarmachen und Lächerlichmachen.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;1. Unsichtbarmachen&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Stellen wir uns eine Gruppe vor, die etwas bespricht. Jedes Mal, wenn eine bestimmte Person, nennen wir sie Ronja, was sagt, muss einer aufs Klo oder Kaffee kochen oder SMS schreiben, andere nutzen die Gelegenheit zum Diskutieren... Alles scheint viel interessanter und bedeutungsvoller zu sein als das, was Ronja zu sagen hat. Oder: Alle hören schweigend zu bis Ronja fertig ist, und anschliessend geht keiner auf das ein, was sie gesagt hat. Stattdessen geht die Diskussion weiter, wie wenn sie nichts gesagt hätte. Das sind klassische Beispiele fürs Unsichtbarmachen. Es wird so getan, als wäre Ronja gar nicht da. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;Ich hab den Verdacht, dass es auch noch eine behindertenspezifische Variante davon gibt: Ich war schon in den verschiedensten Gruppen dabei, und wenn ich die einizige Teilnehmerin mit Behinderung war, hat sich oft eine sehr eigentümliche Gruppendynamik entwickelt: Alle waren furchtbar nett und freundlich zu mir und es hat trotzdem keinen wirklich interessiert, ob und wenn ich was gesagt hab. Ich durfte mit dabei sein, aber mehr nicht. Ich hatte die Rolle einer passiven Beobachterin, von der erwartet wurde, dass sie inhaltlich nichts beizutragen hat. Und wenn ich diese Erwartungen nicht erfüllt hab, wurde mein Beitrag ignoriert, boykottiert oder sabotiert. Ich glaub übrigens nicht, dass das nur an mir lag oder ich in dieser Hinsicht eine Ausnahme bin. Denn das Verhalten der anderen änderte sich jedes Mal ziemlich schnell, wenn ich bei der ersten halbwegs passenden Gelegeneit beiläufig erwähnte, dass ich mal als Rechtsanwältin gearbeitet hab. Dann, und leider erst dann,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;wurden meine Äusserungen ernst genommen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Eine andere Variante des Unsichtbarmachens ist für mich, wenn sich andere in meiner Gegenwart über mich unterhalten und so tun als ob ich gar nicht da wäre. Das ist kein klassisches Beispiel mehr fürs Unsichtbarmachen, sondern wird meistens einer neue Kategorie zugeordnet. Ich persönlich finde jedoch, dass auch ein solches Verhalten die betroffene Person auf eine sehr ähnliche Weise unsichtbar machen kann und erwähne es deshalb trotzdem hier. Denn in diesem Fall bin ich als eigenständige Persönlichkeit verschwunden und nur noch ein Objekt, ein Gegenstand, der rumsteht und über den geredet wird, dessen Anwesenheit aber nicht unbedingt notwendig ist. Sehr beliebt ist ein solches Verhalten in Krankenhäusern. Und in Cafes und Restaurants. Da wird einfach jemand anderes gefragt, was ich denn gerne zu essen oder trinken hätte, wie wenn ich grad nicht da wäre. Noch schlimmer find ich es, wenn sich meine Begleitung, die es eigentlich besser wissen sollte, darauf einlässt und mitspielt. Ok, wenn jemand eine Sprechbehinderung hat und schwer zu verstehen ist, kann es manchmal einfacher sein, wenn jemand ohne Sprechbehinderung bestellt. Aber selbstverständlich nur in gegenseitigem Einverständnis! Ansonsten muss sich das Personal halt die Mühe machen und genau hinhören und gegebenenfalls ein paar Mal nachfragen. Was ist denn eigentlich so schlimm daran?&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Warum entsteht so schnell eine Situation, wo alles nur noch superpeinlich zu sein scheint? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;All das und vieles mehr hat in letzter Konsequenz mit Machtausübung zu tun und die Folge davon ist, dass die Person, die so einem Verhalten ausgesetzt wird, verunsichert wird, sich hilflos oder gar bedeutungslos vorkommt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Die Frage ist bloss: Wie geht man damit um? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;Der Trick, mit einer gediegene Ausbildung anzugeben, ist einfach aber er funktioniert auch nicht immer. Und ausserdem haben nicht alle diese Möglichkeit. In Schweden sind Herrschaftstechniken inzwischen allgemein bekannt und es ist ein Begriff, mit dem man sich verteidigen kann. Einem Gesprächspartner an den Kopf zu verwerfen, er wende Herrschaftstechniken an, ist ein schwerwiegender Vorwurf. Allerdings funktioniert das vermutlich weder in Deutschland noch in der Schweiz. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Es hilft bereits ein wenig, wenn man weiss, was gerade passiert - dass man nämlich Unterdrückungsmechanismen ausgesetzt wird. Ein Allheilmittel ist dieses Wissen jedoch nicht. Das haben auch die im 1. Teil kurz erwähnte Doktorantinnen der Universität Stockholm erkannt und ein Handbuch Über Herrschafttechniken geschrieben. Leider weiss ich nicht, was aus diesem Büchlein geworden ist, ich hab es nicht mehr Online gefunden. Ein wichtiger Tipp der Gruppe ist, sofort zu reagieren. Damit haben sie wohl Recht. Tage später in einem ganz anderen Zusammenhang zu erwähnen "und ausserdem musst Du immer dann Kaffee kochen, wenn ich grad am Reden bin", hilft nicht weiter. Wer mehr Bedenkzeit braucht, kann sich ja daheim, sozusagen auf Vorrat und in aller Ruhe ein paar Sprüche für die häufigsten Situationen überlegen. Ein anderer Tipp ist:&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Keine Opferhaltung einnehmen und keine Frustration oder Enttäuschung zeigen, sondern ruhig und bestimmt deutlich machen kann, dass ein solches Verhalten nicht akzeptabel ist. "Keine Frustration zeigen" ist nicht immer so einfach und vielleicht auch nicht immer notwendig. Aber in professionellen Zusammenhängen kann es durchaus Sinn machen, betont sachlich und neutral zu bleiben. Ansonsten kriegt man leicht den Stempel "die ist immer gleich beleidigt/so empfindlich, die kann man ja gar nicht richtig ernst nehmen" aufgedrückt. Eine solche Äusserung gehört übrigens bereits zur nächsten Herrschafttechnik.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p style="font-weight: bold;" class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;2. Lächerlichmachen&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Scherze, die auf Kosten anderer gehen, kennt wohl jeder. Und wie es sich anfühlt diejenige zu sein, über die sich andere köstlich amüsieren, wissen wohl auch die meisten. Oft fühlt man sich dazu genötigt mitzulachen und bloss nicht zu zeigen, wie verletzt man eigentlich ist und dass es einem eigentlich überhaupt nicht zum Lachen zumute ist. Ein bisschen Humor sollte man schliesslich haben und auch mal über sich selber lachen können, oder? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;Hat man ne Behinderung, dann kommt es recht häufig vor, dass man mit seinen Wünschen und Träumen nicht ernst genommen wird. Man sollte selbst einsehen, dass etwas von vorneherein unmöglich ist. Man kann sogar wenn man andere Personen unterdrückt, dabei noch richtig nett wirken, nur weil man es in einem lockeren, spassigen Ton sagt. Es ist auch sehr bequem, die Meinung anderer ins Lächerliche zu ziehen. Wenn sich alle einig sind, wie albern etwas ist, dann kann man sich nämlich eine inhaltliche Diskussion ersparen und braucht nicht zu begründen, was genau an dem Vorschlag lächerlich sein soll.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;Spassverderber zu sein, ist nicht immer lustig, manchmal aber durchaus angebracht. Auch hier ist es gut, wenn man ruhig und deutlich Grenzen setzen kann und der anderen Person klar macht, dass sie zu weit gegangen ist. Ein Rat der Doktoratinnen ist: Nicht mit den anderen mitlachen, sondern den Scherz in Frage stellen. Zum Beispiel, indem man nachfragt: Was meinst Du damit genau? Was willst Du damit sagen? Oder: Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann ...&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;Es gäbe noch viel mehr dazu sagen, aber es ist leider nicht möglich, das Thema hier abschliessend zu behandeln. Dazu eignet sich die Form eines Blogs nicht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;Dafür gibt es demnächst mehr zu den anderen drei Unterdrückungsmechanismen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-266585415524863317?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/266585415524863317/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=266585415524863317' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/266585415524863317'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/266585415524863317'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2010/09/31-unterdruckungsmechanismen.html' title='31. Unterdrückungsmechanismen &amp; Gegenstrategien'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-2101906627443228381</id><published>2010-08-24T23:10:00.002+02:00</published><updated>2010-08-24T23:18:51.053+02:00</updated><title type='text'>30. Unterdrückungsmechanismen und Gegenstrategien</title><content type='html'>TEIL 1&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat Berit Ås, eine norwegische Professorin,  Politikerin und Feministin fünf grundlegende Herrschaftstechniken herausgearbeitet, die einige ihrer männlichen Kollegen ihr gegenüber angewendet haben. Hat man erst einmal eine Struktur erkannt und bemerkt, dass alles nach einem ähnlichen Muster abläuft, wird es einfacher, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Was das jetzt mit Behinderung zu tun hat? Kleinen Moment noch, dazu komme ich gleich. Wer diese Herrschaft- bzw. Unterdrückungstechniken anwendet, bringt andere Menschen in eine unterlegene Position und verstärkt gleichzeitig die eigene Dominanz. Es sind  natürlich nicht nur Männer, die sich solcher Strategien bedienen, um Frauen zu unterdrücken. Das Anwendungsfeld ist sehr viel weiter und ich habe das Gefühl, dass diese Unterdrückungsmechanismen sehr häufig gegenüber Behinderten eingesetzt werden. (&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Damit habe ich also auch dieses Mal wieder die Kurve zum Thema Behinderung gekriegt.&lt;/span&gt;) Es sind sicher nur wenige, die das bewusst tun und mit der Absicht, sich selber einen Vorteil zu verschaffen. Aber auch wenn es "nur" unbewusst geschieht: Der Effekt ist derselbe. Die Person, die dem ausgesetzt wird, wird verunsichert und klein gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich das erste Mal von diesen Techniken gehört habe, war ich völlig verblüfft. Ich hatte ein richtiges Aha-Erlebnis. Plötzlich habe ich so manches besser verstanden. Davor dachte ich oft: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mir passiert ständig dasselbe. Was mache ich bloss falsch?&lt;/span&gt; Meistens ist das ja eine berechtigte und notwendige Frage, wenn man wirklich etwas in seinem Leben verändern möchte. Aber wenn es um Situationen geht, wo ich (sei es nun bewusst oder unbewusst) Herrschaftstechniken ausgesetzt werde, denke ich inzwischen eher: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hallo! So geht das nicht. Damit kommst Du nicht durch. &lt;/span&gt;Mein  Blickwinkel hat sich verändert. Es ist die andere Person, die sich in solchen Fällen nicht korrekt verhält und dringend etwas an ihrem Verhalten ändern sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die fünf Techniken sind übrigens:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Unsichtbarmachen&lt;br /&gt;2. Lächerlichmachen&lt;br /&gt;3. Vorenthalten von Informationen&lt;br /&gt;4. Wie man es macht, es ist verkehrt&lt;br /&gt;5. Beschuldigen und beschämen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Laufe der Zeit sind noch andere Herrschaftstechniken identifiziert worden, aber ich werde mich hier auf die ursprünglichen fünf beschränken.Wer mehr darüber wissen möchte, kann ja selbst weiterforschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fünf Doktorantinnen (Diana Amnéus, Ditte Eile, Ulrika Flock, Pernilla Rosell-Steuer und Gunnel Testadder) der Universitet Stockholm haben sich Gedanken zu möglichen Gegenstrategien gemacht und einige Vorschläge erarbeitet, auf die ich kurz eingehen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil der gesamte Beitrag wohl ziemlich lang wird, habe ich beschlossen ihn aufzuteilen. Ich lese am Bildschirm lieber etwas kürzere Texte. Die sind leichter verdaulich. Ausserdem ist es ein Trick, um mich selber zu überlisten. Denn eigentlich wollte ich schon lange über meine Entdeckung berichten, aber irgendwie war es mir bisher immer zuviel. Es ist viel einfacher, etwas Neues zu wagen, wenn man es in kleinere Zwischenschritte aufteilen kann.Und wenn man es geschafft hat, ein Zwischenziel zu erreichen, hat man auch gleich ein Erfolgserlebnis gesammelt, das zum Weitermachen motiviert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Plan sieht ungefähr so aus: Spätestens nächste Woche werde ich im Teil 2 die beiden ersten Strategien - Unsichtbarmachen und Lächerlichmachen - und mögliche Gegenstrategien beschreiben, und spätestens die Woche drauf dann in Teil 3 die verbleibenden drei Techniken. Das alles wird also relativ zeitnah geschehen, weil ich selber nicht gerne ewig auf irgendwelche Fortsetzungen warte und es deshalb auch meinen Leserinnen und Lesern nicht zumuten möchte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-2101906627443228381?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/2101906627443228381/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=2101906627443228381' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/2101906627443228381'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/2101906627443228381'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2010/08/30-unterdruckungsmechanismen-und.html' title='30. Unterdrückungsmechanismen und Gegenstrategien'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-4772430181042402980</id><published>2010-08-19T14:09:00.000+02:00</published><updated>2010-08-19T14:10:43.641+02:00</updated><title type='text'>29. Beitragsfrequenz und Hilfsangebote</title><content type='html'>Wenn ich mir meine Beitragsfrequenz anschaue, dann müsste ich mich eigentlich jedes Mal, wenn ich etwas Neues schreibe, erst mal für mein langes Schweigen entschuldigen und mir vielleicht noch (der Höflichkeit halber) eine Ausrede dafür einfallen lassen. Allerding lese ich selbst solche Blogs nicht so gern. Spätestens nach dem 5. Mal wird es etwas einseitig. Deshalb lasse ich die Dauerentschuldigungen bleiben und warte stattdessen lieber bis mich die Muse küsst und vertraue darauf, dass meine Leserinnen und Leser Nachsicht haben und verstehen, dass sich Liebesbezeugungen nicht erzwingen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neulich hab ich ein richtig interessantes Buch im Sperrmüll entdeckt. Es scheint auf mich gewartet zu haben, jedenfalls ist es mir sofort aufgefallen, als ich dran vorbei ging. Es hat den Titel “ok, amen” und stammt von Nina Solomin, einer jüdischen Journalistin. Die schwedische Autorin hat beinahe ein Jahr lang im New Yorker Stadtteil Williamsburg, am Rande des jüdischen Viertels gewohnt, um eine Reportage über die Chassidim (ultraorthodoxe Juden) im modernen New York zu schreiben. Sie schreibt mit einer kritischen Distanz und gleichzeitig mit viel Respekt und Liebe über die Menschen, die sie kennengelernt hat. Leider scheint es das Buch nur auf Schwedisch zu geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde es wichtig, von anderen zu lernen. Ich versuche oft, auch (oder gerade) das, was mir völlig fremd ist, zu verstehen und ich habe beim Lesen viel gelernt. Ich verstehe jetzt zum Beispiel eine etwas absurde Situation besser, die ich vor einigen Jahren erlebt habe: Ich bin mal in Zürich mit der Strassenbahn gefahren und haben mitangesehen, wie sich ein paar religiöse jüdische Herren unter sehr viel Stress und etwas umständlich bemüht haben, all ihr Gepäck aus der Strassenbahn zu kriegen, bevor die Bahn weiterfährt. Wir waren in einem dieser unsäglichen veralteten Modellen mit den vielen Stufen und für gewöhnlich haben es Strassenbahnen sehr eilig weiterzukommen. Die Tür ging ständig zu und die Chancen standen gut, dass sie beim nächsten Mal zu bleibt und die Bahn einfach mit einem Teil der Gruppe und einem Teil des Gepäcks weiterfährt, während der andere Teil draussen steht. Die Herren hatten sich wohl auch darauf vorbereitet und stets darauf geachtet, dass auf jeden Fall immer mindestens einer draussen und einer drinnen ist, und dann musste ja auch ständig einer auf die Haltetaste drücken, damit die Tür wieder aufgeht.... Irgendwann konnte ich es nicht mehr mitansehen und hab ihnen gesagt, dass die Tür nicht zugeht, solange einer von ihnen auf die unterste Stufe tritt. Es war deutlich zu spüren, dass sie meinen gutgemeinten Hinweis schlicht als Belästigung empfunden haben. Ich hab es trotzdem nochmal langsam und deutlich wiederholt, weil ich mir dachte, dass sie in all ihrem Stress einfach nicht die Nerven für irgendwas anderes hatten. Einer von ihnen hat zugehört und ist meinem Rat gefolgt, und damit wurde das Ausladen sehr viel entspannter. Aber keiner hat mich auch nur eines Blickes bedacht und oder sich gar bedankt. Inzwischen verstehe ich ihr Verhalten etwas besser: Als fremde Frau und in deren Augen wohl trotz langer Hosen und T-Shirt ohne Ausschnitt sehr unanständig gekleidet, war es für sie schlicht nicht möglich anders zu reagieren. Mit meinem neuen Wissen ergibt sich aber gleich eine Folgefrage: Würde ich ihnen wieder helfen?  Jetzt, wo ich weiss, dass auch ein freundlicher Hinweis meinerseits aller Wahrscheinlichkeit nach als unangenehme Kontaktaufnahme aufgefasst wird. Wie es sich anfühlt, unerwünschte  Hilfeleistungen, auf die man echt verzichten könnte, aufgedrängt zu bekommen, weiss ich selber nur zu gut. Wie weit sollte man gehen, um Menschen zu ihrem Glück zu zwingen? Oder am Besten gar nix tun und einfach ignorieren, weil man ja von vorneherein weiss, wie das wieder enden wird? Die sind ja eh alle gleich, das ist halt so? Wo hört Respekt auf und wo beginnen Vorurteile? Wie war das nochmal mit der Nächstenliebe? Wo genau beginnt Selbstbestimmung? “Erst fragen” ist ja normalerweise eine gute Richtlinie, aber was, wenn genau dieses Ansprechen schon problematisch sein könnte? Sollten wir nicht trotz allem immer wieder versuchen Brücken zu bauen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach, ich weiss es einfach nicht. Eine eindeutige Antwort, die für alle Situationen passt, gibt es vermutlich nicht. Ich finde es jedenfalls spannend und wichtig, solche Fragen zur Abwechslung mal aus der anderen Perspektive – der der Helfenden- zu betrachten. Und ausserdem besteht ja auch noch die Hoffnung, dass sich meine Ausgangsfrage irgendwann einmal von selbst erledigt: wenn man nämlich auch mit viel Gepäck (oder Rollstuhl) problemlos in Strassenbahnen ein- und aussteigen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-4772430181042402980?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/4772430181042402980/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=4772430181042402980' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4772430181042402980'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4772430181042402980'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2010/08/29-beitragsfrequenz-und-hilfsangebote.html' title='29. Beitragsfrequenz und Hilfsangebote'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-1084951804545490860</id><published>2010-06-21T23:40:00.000+02:00</published><updated>2010-06-21T23:41:01.072+02:00</updated><title type='text'>28. Odysee mit Dreirad</title><content type='html'>Ich habe mir ein Dreirad gekauft! Ein rotes. Ja, ich weiss, es ist Monate her, seit ich von meinen Fahrradplänen erzählt habe. Manche Dinge brauchen einfach Ihre Zeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern haben mein Mann und ich unsere erste Radtour gemacht. Es war klasse! Den Blicken nach zu urteilen, scheint eine erwachsene, junge Frau auf einem Dreirad eine ungewöhnliche Erscheinung zu sein. Nunja, die Leute werden sich an meinen Anblick mit Dreirad schon noch gewöhnen.Viele haben freundlich geschaut. Die missmutigsten Blicke habe ich von Leuten gekriegt, bei denen ich mir dachte, dass sie ein Dreirad auch gut gebrauchen könnten. Vielleicht war es ja nur der Neid...  Es hat jedenfalls richtig Spass gemacht selbständig und schneller als zu Fuss unterwegs zu sein. Und mein Aktionsradius hat sich beträchtlich erweitert. Und heute habe ich Muskelkater. Eigentlich sind wir gar nicht so weit gefahren, vielleicht 6 Kilometer, nur runter zum See und durch den Wald zurűck. Aber danach war ich erst mal geschafft. Schön, dass jetzt Sommer ist. Ich werde die nächsten Monate bestimmt genügend Gelegenheit zum Konditionstraining und zum Testen meiner neugewonnenen Freiheit haben.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum es mit der Anschaffung so lange gedauert hat? Die kurze Erklärung ist: Ich wollte kein blaues Fahrrad haben. Aber vielleicht etwas ausführlicher:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis vor ein paar Jahren war es in Schweden möglich, ein Dreirad auf Rezept zu bekommen. Als Hilfsmittel brauchte man es also nicht selber zu bezahlen, was einige Vorteile hat, denn die Dinger sind relativ teuer. Aber auch einige Nachteile. Der grösste Nachteil ist der geschützte Markt für die Hersteller. Damit haben die Herstellerfirmen immer noch zu kämpfen und sie haben es noch nicht geschafft, ihr Hilfsmitteldenken zu überwinden und im freien Markt anzukommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen gibt es einen einzigen Fahrradhändler im Grossraum Stockholm, also für mehr als eine Million Menschen, der auch Dreiräder vorrätig hat. Ein klein wenig habe ich zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen, denn bis vor kurzem gab es überhaupt keinen. Als ich mich letztes Jahr auf die Suche nach einem Händler machte, bei dem ich unterschiedliche Modelle ausprobiert konnte, war ich sehr erstaunt als ich feststellen musste, dass es keinen einzigen Fahrradhändler gab, der auch nur ein Dreirad im Sortiment hatte. Alle scheinen selbstverständlich zu erwarten, dass man sich ja bequem eines aus dem Katalog aussuchen kann, ohne es ausprobiert zu haben. Ein Anruf beim Hersteller hat diese traurige Tatsache bestätigt. Zum Ausgleich haben mein Mann und ich das freundliche Angebot bekommen, dass wir beim 300 km entfernten Werk herzlich willkommen sind und dort gerne die unterschiedlichen Modelle, die sie haben, ausprobieren können. Da ich die Katze nicht im Sack kaufen wollte und es  keine andere Möglichkeit gab, haben wir eben zusammen mit einer Freundin, die gerade zu Besuch war, einen wunderschönen Ausflug unternommen, bei dem wir unter anderem auch bei dem Dreiradhersteller vorbeigefahren sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch auf die Gefahr hin undankbar zu klingen: Die Modelle aus der Hilfsmittelzeit, die immer noch zur Auswahl standen, waren echt nicht überzeugend. Es wäre übertrieben, diese Modelle als teuren Schrott zu bezeichnen, aber inzwischen verstehe ich, was ein guter Freund meinte, als er mir eingeschärft hat, mir bloss kein Dreirad anzuschaffen, das auf irgendeiner Hilfsmittelliste steht, weil die allermeisten davon einfach nix taugen würden. Das neue Post-Hilfsmittel-Modell hat grössere Räder (das heisst, das Fahrrad rollt länger und ich muss nicht so viel treten), Differentialachse (beide Hinterräder werden unabhängig voneinander angetrieben) und Gangschaltung und ist eine Neuentwicklung der Firma, nachdem sie mit ihren Produkten plötzlich dem freien Markt ausgesetzt war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Dreirad gibt es in zwei Farben: Ein hübsches weinrot und in blau. Rot war aber monatelang nicht lieferbar  (warum auch immer),  mit schwarz oder grau hätte ich mich auch abfreunden können (gab es aber nicht), und die einzige Farbe, die zur Auswahl stand, wollte ich nicht. Wenn ich schon  Geld in ein Dreirad investiere, dann will ich nicht zu irgendwelchen faulen Kompromissen gezwungen werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich dann nach einigen Monaten wieder da stand und ein rotes Dreirad haben wollte, war alles immer noch etwas schwierig: nicht vorhersehbar, ob und wann es lieferbar sein würde, wochenlang zu nem anderen Händler in ner anderen Stadt und wieder zurück zum Werk unterwegs etc.-  zwischendurch war auch der freundliche Fahrradhändler etwas am Verzweifeln, aber zum Schluss habe ich mein rotes Dreirad dann doch bekommen. Und ich bin optimistisch, dass sich der direkte Kundenkontakt und die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem freien Markt mit der Zeit positiv auf die Herstellerfirma auswirken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-1084951804545490860?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/1084951804545490860/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=1084951804545490860' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/1084951804545490860'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/1084951804545490860'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2010/06/28-odysee-mit-dreirad.html' title='28. Odysee mit Dreirad'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-8381194494223027079</id><published>2010-02-22T13:36:00.001+01:00</published><updated>2010-02-22T13:39:12.734+01:00</updated><title type='text'>27. Chaos und ein kleines Eichhörnchen</title><content type='html'>Gerade eben habe ich entdeckt, dass sich die Anzahl meiner registrierten Leserinnen innerhalb von wenigen Wochen verdoppelt hat!! Das ist eigentlich ein Grund zum Feiern. Leider fehlt mir ein wenig die Phantasie, um mir vorstellen zu können, wie eine virtuelle Party aussehen könnte. Aber vielleicht muss es ja nicht gleich so pompös sein. Vielleicht langt ja ein neuer Beitrag? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier in Stockholm ist der öffentliche Verkehr wegen Schnee und Kälte kurz vor dem Zusammenbruch. Grosse Teile der U-Bahn fahren nicht, und der Versuch, die ausgefallenen Züge mit Bussen zu ersetzen, führt schlicht und ergreifend zum Chaos: Eine U-Bahn entspricht ungefähr 10 Bussen und im Morgenverkehr fährt ungefähr alle 3-5 Minuten eine vollbesetzte U-Bahn... Ich bin froh, dass ich mir diesen Stress heute morgen nicht antun musste. Denn meine einzige Vorlesung, die ich heute gehabt hätte, ist wegen Chaos im öffetlichen Verkehr eingestellt worden (vom Lehrer, nicht von mir!).  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Vorlesung: Meine beiden Kurse im schwedischen Recht habe ich inzwischen bestanden und mein Wissen um das schwedische Rechtssystem wächst. Eine direkte Anwendung für all das Wissen, das ich so ansammle, habe ich allerdings noch nicht gefunden. Manchmal komme ich mir vor, wie ein kleines eifriges Eichhörnchen auf der Jagd nach Nüssen. Der Wintervorrat wird immer grösser... Aber ich bin mir sicher, dass ich meinen angesammelten Schatz irgendwann einmal gut gebrauchen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hab ich eigentlich schon erzählt, dass ich inzwischen ein paar Theologiekurse besuche? Kein Scherz! Ich finde es richtig spannend. Es ist ein “richtiges” Studium mit Vorlesungen und Anwesenheitspflicht und einigen sehr interessanten Mitstudentinnen und -studenten. Meine Arbeit habe ich deswegen aber nicht aufgegeben. Ich arbeite wie bisher 50% und ich studiere 50%. Die Zeiteinteilung war bei den anderen Kurse etwas einfacher, da es Distanzkurse waren, die am Computer stattgefunden haben. Aber bisher geht es und es ist gut, hin und wieder etwas Ungewöhnliches zu tun. Das erweitert den Horizont. Lange Jahre meines Lebens habe ich mich von der Kirche ferngehalten, weil das Bild von Behinderung, das dort vorherrscht, einfach nicht mehr zeitgemäss ist. Ich finde es so absurd, wenn jemand versucht, mich auf die Rolle der bedauernswerten Person, die der Fürsorge und der Heilung bedarf, zu beschränken. Es ist wirklich an der Zeit, daran etwas zu ändern und allein durch meine Anwesenheit mitten unter all den zukünftigen Pfarrerinnen und Pfarrern, trage ich ein klein wenig zu dieser Veränderung bei. Und ausserdem gibt es auch hier viel Interessantes zu entdecken und zu lernen. Das Eichhörnchen lässt grüssen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-8381194494223027079?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/8381194494223027079/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=8381194494223027079' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/8381194494223027079'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/8381194494223027079'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2010/02/27-chaos-und-ein-kleines-eichhornchen.html' title='27. Chaos und ein kleines Eichhörnchen'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-2322526457487977236</id><published>2010-01-07T19:53:00.002+01:00</published><updated>2010-01-07T20:20:45.616+01:00</updated><title type='text'>26. Veränderungen</title><content type='html'>Wieder einmal gibt der Beginn eines neuen Jahres Gelegenheit zum Rückblick auf die nahe Vergangenheit. Ja, ich weiss, traditionell geschieht das ungefähr eine Woche früher, aber wer wird denn schon so kleinlich sein? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe zerknirscht festgestellt, dass ich meinen Blog im letzten Jahr zeitweise etwas vernachlässigt habe. Also habe ich mir überlegt, was ich tun könnte um zu verhindern, dass es 2010 wieder so wird. Eine Universallösung für dieses Problem habe ich nicht gefunden, aber ich werde dieses Jahr hier und da etwas Neues ausprobieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausserdem habe ich vor einiger Zeit entdeckt, dass ich eine offizielle regelmässige Leserin habe. Das hat mir eine Riesenfreude bereitet! Leider hatte ich bisher nicht genügend Geduld um herauszufinden, was ich mit dieser erfreulichen Information anfangen könnte. Jetzt gibt es zumindest ein Feld, wo alle offiziellen Leserinnen und Leser meines Blogs angezeigt werden. War eigentlich gar nicht so schwer. Ich musste mir nur die Zeit nehmen, in Ruhe die Einstellungsmöglichkeiten durchzugehen. Mein Interesse für technische Neuerungen und Spielereien hält sich sehr in Grenzen und da dauert es manchmal etwas länger, bis ich es wage, etwas an einem funktionierenden System zu verändern. Aber nachdem das geklappt hat, werden wohl weitere kleinere und vielleicht auch grössere Schritte folgen. Mal sehen, was uns das neue Jahr noch so bringt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-2322526457487977236?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/2322526457487977236/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=2322526457487977236' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/2322526457487977236'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/2322526457487977236'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2010/01/26-veranderungen.html' title='26. Veränderungen'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-1530199484869512266</id><published>2009-12-27T15:53:00.000+01:00</published><updated>2009-12-27T15:54:48.929+01:00</updated><title type='text'>25. Weisse Weihnachten</title><content type='html'>Schnee- Passend zu Weihnachten hat es in den letzten Tagen hier in Stockholm und auch sonst in Schweden viel geschneit. Es ist alles weiss. Zu Schnee verbindet mich eine Art Hass-Liebe. Eigentlich habe ich Schnee sehr gerne. Besonders wenn ich mit einer Tasse heissem Tee drinnen im Warmen sitze. Es hat etwas märchenhaften, wenn alles weiss gepudert ist. Aber leider verträgt sich Schnee nicht besonders gut mit meiner Gehbehinderung. Und wenn er sich dann zu braunem Matsch verwandelt, durch den ich waten muss, dann bin ich  weniger am Schwärmen und mehr am Grummeln... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab übrigens irgendwann im letzten Jahr eine interessante Entdeckung gemacht: Wie oft ich ausrutsche, hängt sehr davon ab, mit welcher Einstellung ich durch den Schnee stapfe. Wenn ich Angst habe und mich  ganz darauf konzentriere, bloss nicht hinzufallen, dann verkrampfe ich mich und ich liege vor lauter Unsicherheit schon halb auf der Nase. Wenn ich dagegen entspannt bin und selbstbewusst und konzentriert gehe, dann falle ich sehr viel seltener. Es ist schwierig, den Unterschied zu erklären. Meine Schwester hat mal vor vielen Jahren versucht, mir diesen Unterschied zu erklären, aber damals habe ich nicht verstanden, was sie meint. Es ist ähnlich wie beim Schwimmen: Sobald es mir gelingt, das Gefühl zu finden, dass mich das Wasser trägt, funktioniert es gut. Dieses Gefühl, dass mich der Schnee hält und trägt, ist allerdings etwas schwieriger zu finden. Erst Recht, wenn ich ein paar Mal hingefallen bin. Erlebte Stürze erhöhen leider die Wahrscheinlichkeit, noch mehr zu fallen erheblich. Ich bin gerade wieder eifrig dabei, den Unterschied der beiden Geh-Varianten zu testen.  Bisher bin ich noch nicht ausgerutscht. So wie es aussieht, habe ich dieses Jahr wohl noch reichlich Gelegenheit, meine Standsicherheit zu trainieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-1530199484869512266?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/1530199484869512266/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=1530199484869512266' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/1530199484869512266'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/1530199484869512266'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2009/12/25-weisse-weihnachten.html' title='25. Weisse Weihnachten'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-1627315164298599424</id><published>2009-11-20T17:38:00.002+01:00</published><updated>2009-11-20T17:43:07.225+01:00</updated><title type='text'>24. Tanzende Bäume und Freizeitstress</title><content type='html'>Wie die Zeit vergeht... Hier in Stockholm verlieren die Bäume ihre letzten goldenen Blätter. Jetzt kann man ihre Äste deutlich sehen. Es ist wunderschön! Ich laufe oder fahre zur Zeit  durch die Gegend und freue mich wie ein kleines Kind über die hübschen kahlen Bäumen. Alle sind so verschieden. Manche haben gerade und sehr symmetrische Äste, andere sind wild und geschwungen, manche sind zart und zierlich, andere knorrig... Je länger ich sie anschaue, desto grösser wird meine Faszination. Eines haben sie alle gemeinsam: Alle sind sehr individuell. Sie sind einfach schön, jeder auf seine ganz eigene Art. Vieles von dieser Schönheit ist im Sommer verborgen, wenn alles mit Blättern bedeckt ist. Und weisst Du, was für mich das absolute Tollste ist: Irgendwie sehen alle Bäume aus als ob sie mit ihren vielen Armen tanzen, oder mit offenen Armen die ganze Welt umarmen.... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was passiert ist? Eigentlich ist alles beim Alten. Ich hatte einfach dieses kindliche Bedürfnis, meine Gedanken in Worte zu fassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja,  es hat sich in den letzten Monaten natürlich schon einiges getan. Ich hab inzwischen eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung für Schweden. Das ist zwar eigentlich nur eine Formalität, hat aber trotzdem etwas sehr Beruhigendes. Und dann habe ich mich dazu entschlossen, wieder ein wenig zu studieren. Ich arbeite ja „nur“ halbtags und dachte mir, dass mir das genügend Zeit für andere Dinge lässt. Es ist wieder ein rechtlicher Kurs, genau genommen sind es zwei, eine Fortsetzung meines Übersichtskurses im schwedischen Recht und ein Kurs im Sozialrecht. Und wieder mal ist es mehr Arbeit, als ich erwartet habe. Ich glaub, so etwas fällt auch unter den Begriff „hausgemachter Freizeitsstress“, oder? Im Januar sind die Prüfungen und dann ist der Stress hoffentlich erst einmal vorbei. Jedenfalls so lange, bis mir wieder was Neues einfällt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S. Es wird nicht bis Januar dauern, bis ich mich wieder melde. Grosses Ehrenwort!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-1627315164298599424?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/1627315164298599424/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=1627315164298599424' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/1627315164298599424'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/1627315164298599424'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2009/11/24-tanzende-baume-und-freizeitstress.html' title='24. Tanzende Bäume und Freizeitstress'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-3680928572109340341</id><published>2009-05-28T17:35:00.001+02:00</published><updated>2009-05-28T17:37:42.256+02:00</updated><title type='text'>23. Spastik und Stöckelschuhe</title><content type='html'>Es gibt Momente in meinem Leben, da bin ich richtig froh, dass ich eine Behinderung habe. Gestern war mal wieder so ein Augenblick. Auf dem Weg nach Hause fiel mir ein Reklamezettel der ”High Heels-School” eines Modehauses auf, auf dem für einen Kurs gewoben wurde, bei dem (vermutlich) junge Mädels lernen können, auf Stöckelschuhen zu gehen. Es wurde angespriesen, wie wenn es eine Fähigkeit wäre, die frau einfach können muss. Manchmal bin ich nur am Staunen, aber vielleicht ist es gar nicht notwendig, immer alles zu verstehen. Zumindest komme ich – meiner Spastik sei Dank- noch nicht einmal in Versuchung, meine Zeit mit einem solchen Unfug zu verschwenden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-3680928572109340341?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/3680928572109340341/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=3680928572109340341' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3680928572109340341'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3680928572109340341'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2009/05/23-spastik-und-stockelschuhe.html' title='23. Spastik und Stöckelschuhe'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-7992421686065108622</id><published>2009-04-07T00:01:00.002+02:00</published><updated>2009-04-07T00:10:01.126+02:00</updated><title type='text'>22. Andere Länder, andere Sitten</title><content type='html'>Heute war ein richtig schöner Frühlingstag, mit Sonnenschein und vielleicht 10-15°C und ich habe es  zum 1. Mal in diesem Jahr gewagt, das Haus ohne lange Unterhose zu verlassen. Für einige Schweden war es dagegen bereits T-Shirt-Wetter. Mit kurzer Hose habe ich nur einen gesehen, aber das lässt bestimmt auch nicht mehr so lange auf sich warten. Diese unterschiedliche Temperaturwahrnehmung verblüfft mich immer wieder, auch nach mehr als 2 ½ Jahren in Schweden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann es kaum glauben, aber es sind tatsächlich schon 2 ½ Jahre vergangen, seit ich nach Stockholm gezogen bin. Es gibt sicher auch einige schwedische Eigenarten, die ich inzwischen übernommen habe. Eigentlich bin ich sehr vorsichtig mit Verallgemeinerungen, aber irgendwann musste ich zu meinem Erstaunen feststellen, dass es tatsächlich Dinge gibt, die landestypisch sind. Bei Wind und Wetter die Fenster aufzureissen und zu lüften scheint typisch deutsch zu sein. Das war mir lange nicht bewusst. Für mich war es einfach selbstverständlich, dass man ab und zu etwas frische Luft braucht, zumindest 1x täglich. Für diejenigen, die mich nicht kennen: Ich bin Deutsche. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schweden sind im Allgemeinen sehr vorsichtig und diplomatisch. Das harmoniert nicht immer mit dem deutschen Verhandlungsstil, der im Vergleich dazu eher wie „mit der Faust aufs Auge“ wirkt. Was auf Deutsch eine einfache Frage oder Bitte ist, kommt alleine wegen der Direktheit im Schwedischen oft als etwas ruppiger Befehlston an. Entsprechend fällt die Reaktion aus. Die schwedische Strategie ist es, dem bzw. der anderen die Gelegenheit zu geben, selber auf die Lösung zu kommen. Noch besser ist es, wenn es gelingt, zuerst ein Wir-Gefühl zu schaffen um dann gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten. Sofort einen Vorschlag zu präsentieren, gilt als unhöflich. Man fragt also nicht plump und direkt: „Hättest Du morgen Nachmittag Zeit zum Kaffeetrinken?“, sondern tastet sich behutsam vor. Das kann manchmal ziemlich anstrengend sein. Gleichzeitig finde ich es schön, dass Schweden achtsam miteinander umgehen. Und ich lerne. Dass ich Fortschritte in meinem Grundkurs der Diplomatie mache, merke ich vor allem bei meinen Aufenthalten in Deutschland. Bei Verhandlungen am Fahrkartenschalter der Deutschen Bahn zum Beispiel führt allzu grosse Zurückhaltung nicht unbedingt zum Erfolg. Die rhetorische Frage: „&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ist es jetzt für ne Reservierung zu spät?&lt;/span&gt;“ wird in Deutschland schlicht und spontan mit „&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ja&lt;/span&gt;“ beantwortet (denn das macht am wenigsten Arbeit) auch wenn eine Reservierung problemlos möglich wäre. In Schweden hingegen erhält man mit grösster Wahrscheinlichkeit ein „&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nein, nein, das kriegen wir schon noch hin&lt;/span&gt;“ zur Antwort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Konsequenz der schwedischen Zurückhaltung ist wohl auch, dass ich hier wegen meiner Gehbehinderung nicht ständig angestarrt werde, sobald ich irgendwo zu Fuss unterwegs bin. Dieses destruktive Starren (wie es ein Bekannter von mir mal so schön formuliert hat) scheint mir in der Schweiz auch weniger stark ausgeprägt zu sein als in Deutschland (ich habe vor meinem Umzug nach Schweden zwei Jahre lang in Zürich gelebt, konnte also auch dort ein paar Erfahrungen sammeln). In der Schweiz hatte ich hingegen oft das Gefühl, als würden die Leute demonstrativ nicht hinschauen. Es ist schwierig, die Unterschiede zu erklären und ich behaupte auch nicht, dass es alle anderen genauso wahrnehmen. Ich finde es  manchmal einfach spannend, wie unterschiedlich Menschen in verschiedenen Ländern auf den Anblick von Leuten mit ner Behinderung - also beispielsweise auf mich - reagieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-7992421686065108622?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/7992421686065108622/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=7992421686065108622' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7992421686065108622'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7992421686065108622'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2009/04/22-andere-lander-andere-sitten.html' title='22. Andere Länder, andere Sitten'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-3627891092162065112</id><published>2009-03-30T19:58:00.001+02:00</published><updated>2009-03-30T19:59:57.273+02:00</updated><title type='text'>21. Veilchen</title><content type='html'>Auf meinem Balkon steht ein kleines Veilchen und trotzt der Kälte. Noch ist es ziemlich einsam dort, denn es ist ein bisschen vor seiner Zeit. Aber bald kommen die anderen Pflanzen nach. Ich hab das Veilchen extra gut eingepackt und trotzdem hab ich ein paar Mal gedacht, dass die Kälte zu viel für es war und es erfroren ist. Aber sobald ein paar Sonnenstrahlen darauf fallen, dann fasst es  neuen Mut und  rappelt sich wieder auf. Inzwischen schaut es sogar vorwitzig über die schützende Verpackung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einmal hab ich versucht, es in die Wohnung zu nehmen, wo es viel geschützter wäre. Doch so viel Fürsorge hatte es überhaupt nicht gern. Nach nur einer Nacht sah es ziemlich unglücklich aus und ich hab es am nächsten Morgen ganz schnell wieder auf den Balkon gestellt. Es braucht wohl zumindest die bescheidene Freiheit, die der Balkon zu bieten hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab das kleine Veilchen inzwischen richtig lieb gewonnen. Es erinnert mich an einige meiner Freundinnen und Freunde, und ein klein wenig auch an mich selbst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-3627891092162065112?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/3627891092162065112/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=3627891092162065112' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3627891092162065112'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3627891092162065112'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2009/03/21-veilchen.html' title='21. Veilchen'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-3897464034076767349</id><published>2009-02-03T13:37:00.001+01:00</published><updated>2009-02-03T13:40:05.881+01:00</updated><title type='text'>20. Nachtrag Fitnessstudio</title><content type='html'>Letzten Donnerstag war ich tatsächlich zum 2. Mal im Fitnessstudio &lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Das Wort wird wirklich mit 3 s geschrieben, ich habs nachgeschlagen).&lt;/span&gt; Es hat mich einiges an Überwindung gekostet, nochmal hinzugehen, denn die geballte männlichen Herrlichkeit, auf die ich das Mal davor gestossen bin, hat mich schon ein wenig entmutigt. Es hat sich gelohnt, dass ich nicht so schnell aufgegeben habe! Dieses Mal waren viele ältere Menschen dort, auch ein paar jüngere und sogar vereinzelt sehr nette, gut durchtrainierte Männer. Die sind wohl am Samstag in der breiten Masse der weniger sympatisch wirkenden Herren untergegangen. Jedenfalls war die Atmosphäre sehr viel entspannter und ich habe keinen Klumpen mehr im Magen, wenn ich nur daran denke, wieder ins Fitnessstudio zu gehen. Ich kann mir inzwischen sogar vorstellen, an einem Wochenende, wenn ich besonders gut gelaunt bin und eigentlich auf dem Weg in die Sauna bin, einen kurzen Abstecher zur Trainingshalle zu machen und dort vorsichtig meine Nase durch einen Türspalt zu stecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich es jetzt noch schaffe, zumindest einmal wöchentlich ein bisschen zu trainieren, dann wäre ich wirklich zufrieden. Es tut gut, hin und wieder etwas mit dem Körper zu machen. Mein Körper, so wie er ist, mit all seinen Besonderheiten, ist nun mal das Vehikel, dass mich durch dieses Leben hier bringt. Da hilft es nicht, wenn ich versuche, ihn so weit wie möglich zu ignorieren. Werde mir jedenfalls redlichst Mühe geben, dass sich die Jahreskarte, die ich mir gekauft hab, auch bezahlt macht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-3897464034076767349?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/3897464034076767349/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=3897464034076767349' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3897464034076767349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3897464034076767349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2009/02/20-nachtrag-fitnessstudio.html' title='20. Nachtrag Fitnessstudio'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-7121826400084070482</id><published>2009-01-27T17:24:00.002+01:00</published><updated>2009-01-27T17:27:58.328+01:00</updated><title type='text'>19. Phasen, Hormone und der richtige Zeitpunkt</title><content type='html'>Mein Leben verläuft oft in Phasen. Dann beschäftige ich mich sehr intensiv mit einem Thema, das davor oder danach vielleicht weniger wichtig ist. Zur Zeit versuche ich gerade, eine gute Balance zwischen Berufs- und Privatleben zu finden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so kam es, dass ich mir dachte, ich könnte am Samstag doch mal bei dem Fitnessstudio bei mir um die Ecke vorbeischauen und ein paar „Stresshormone verbrennen“. Ich hab mir in meinem Enthusiasmus auch gleich ne Jahreskarte gekauft. Nein, so schlimm ist es in der Arbeit nicht. Das ist rein vorsorglich. Ich würde nämlich gerne weiterhin glücklich mit meinem Leben sein und auch ein bisschen in den Tag hinein leben und nicht völlig von Alltag und Routine bestimmt werden. Ausserdem werden Trainingsgeräte ja manchmal auch in der Krankengymnastik eingesetzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nunja, was soll ich sagen? Wunsch und Wirklichkeit stimmen nicht immer völlig überein. Dass ein Fitnessstudio nicht unbedingt der Treffpunkt für Leute mit Behinderung ist, war mir schon klar. Ich hab auch versucht, mich seelisch und moralisch darauf einzustellen. Trotzdem kam ich mir selten so fehl am Platz vor. Die Atmosphäre war vor allem „männlich“ und testosterongeladen. Dafür gab es im Umkleidebereich ne Sauna, Männer und Frauen getrennt, und die war richtig angenehm! Wärme anspannt meine Spastik. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht zu lange drin bleibe, sonst haut es mir den Kreislauf zusammen. Ich dachte eigentlich, ich wäre vorsichtig gewesen,  aber irgendwie scheint mir die Kombination Training und anschliessende Sauna absolut nicht gut zu tun. Danach war ich jedenfalls völlig am Ende und hab den gesamten Sonntag gebraucht, um mich wieder halbwegs zu erholen. Es gibt also noch viel, was sich optimieren lässt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Donnerstag werde ich wieder hingehen, dieses Mal am Morgen. Mal sehen, wie es dann ist. Ich hoffe sehr, dass ich beim Rentnertreff landen werde. Zumindest hab ich mal gelesen, dass am Vormittag oft ältere Menschen zum Trainieren gehen. Das ist zwar nicht ganz die richtige Altersgruppe, dafür könnte die Atmosphäre etwas entspannter sein. Falls das wieder nix ist, bleibt mir immer noch die Sauna. Dann tu ich mir was Gutes und die Jahreskarte war nicht völlig umsonst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-7121826400084070482?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/7121826400084070482/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=7121826400084070482' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7121826400084070482'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7121826400084070482'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2009/01/19-phasen-hormone-und-der-richtige.html' title='19. Phasen, Hormone und der richtige Zeitpunkt'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-8768754343552255984</id><published>2009-01-20T16:03:00.001+01:00</published><updated>2009-01-20T16:06:36.358+01:00</updated><title type='text'>18.  - Achtzehn -</title><content type='html'>18 ist meine Lieblingszahl. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen ist es mir selber ein Rätsel, weshalb es so lange mit meinem 18. Blogbeitrag gedauert hat. Naja, so ganz stimmt es wohl nicht. Eine leise Ahnung, warum es so lange gedauert hat, habe ich schon. Ein grosser Teil der „Schuld“ kann ich auf meine Arbeit schieben.  Mit ihr hat sich mein Tagesablauf sehr verändert.  Es ist zwar „nur“ eine Halbtagsbeschäftigung, aber das langt mir eigentlich. Ausserdem kommen zu den vier Stunden Arbeit noch zwei Stunden Reisezeit dazu, weil mein Arbeitsplatz am anderen Ende der Stadt liegt. Zusammen nimmt es viel Zeit in Anspruch und ich versuche gerade, neue Routinen finden, um auch Zeit für mich selbst zu haben. Ich hab gelernt, wie wichtig das ist. Als ich als Anwältin gearbeitet hab, war ich irgendwann an einem Punkt, an dem mein gesamtes Leben nur noch aus Arbeit bestand, und da will ich nicht mehr hin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich jetzt mache? Ich bin im Institut für Selbstbestimmtes Leben (Independent Living Institute) für die Buchhaltung zuständig. Es macht wirklich Spass. Es ist eine Herausforderung, auf Schwedisch zu arbeiten und ich lerne jeden Tag etwas Neues. Abwechslung ist für mich wichtig. Zu viel Eintönigkeit langweilt mich schnell und dann verliere ich das  Interesse. Nun jaaa, Buchhaltung ist vielleicht nicht unbedingt die spannendste und abwechslungsreichste Beschäftigung, die man sich vorstellen kann. Aber wenn man es nicht so richtig gut kann, dann wird auch das zum Abenteuer. Jedenfalls mach ich es im Moment sehr gern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was es mit der Zahl 18 auf sich hat? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Ich mag sie einfach. Mein Geburtstag ist es nicht, der ist an einem 17. und glaub nicht dass es damit etwas zu tun hat. Aber welche weiss, vielleicht findet ja einer einen Zusammenhang, der mir bisher entgangen ist. 17 ist auch eine schöne Zahl, sogar eine Primzahl, also nur durch 1 und durch sich selber teilbar, genau wie 19. Und die unscheinbare 18 liegt genau dazwischen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-8768754343552255984?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/8768754343552255984/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=8768754343552255984' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/8768754343552255984'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/8768754343552255984'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2009/01/18-achtzehn.html' title='18.  - Achtzehn -'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-6025073055942002662</id><published>2008-10-05T22:51:00.002+02:00</published><updated>2008-10-05T23:03:22.629+02:00</updated><title type='text'>17. Arbeit, Kunst und Endlosschleifen</title><content type='html'>Es hat sich in letzter Zeit viel ereignet. Das meiste ist positiv, aber bisweilen hab ich das Gefühl, dass ich auf der Stelle trete und nicht vorwärts komme. Doch die erfreulichste Nachricht vorweg: Ich habe inzwischen bezahlte Arbeit gefunden. Und das ganz ohne aktuelle schwedische Version meines Lebenslaufes. Seit zwei Wochen arbeite ich stundenweise im Independent Living Institute (übersetzt: Institut für Selbstbestimmtes Leben) in Stockholm. Für etwas bezahlt zu werden, was man gerne tut, ist schon etwas Schönes. Die Selbstbestimmt-Leben -Bewegung in Schweden wird dieses Jahr 25 Jahre alt und organisiert deshalb Ende November eine internationale Konferenz, um das Vierteljahrhundert gebührend zu würdigen. Das ist mit jeder Menge Arbeit verbunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo ich dagegen das Gefühl habe, nicht vom Fleck zu kommen, ist die Beschaffung von für mich guten Kathetern, diese kleinen Plastikröhrchen, mit denen ich meine Blase entleere. Eigentlich weiss ich genau, was ich haben möchte. Aber die stehen in Schweden nicht auf der Hilfsmittelliste. Irgendwie organisieren liessen sie sich wohl schon, aber sie werden nicht finanziert. Und bevor ich Unmengen an Energie in einen Kampf um die Finanzierung meiner Vorlieben investiere, habe ich beschlossen, erst mal auszuprobieren, was es sonst noch so gibt. Kann ja manchmal nicht schaden, den eigenen Horizont zu erweitern, dachte ich. Und jetzt bin ich irgendwie in einer Endlosschleife gelandet. Ich hab inzwischen zum 3. Mal eine Ladung mit denselben für mich völlig überdimensionierten und absolut unbrauchbaren Modellen bekommen. Das Ganze wird mir sogar bis an die Haustür geliefert, was ja eigentlich wunderbar ist. Aber jetzt habe ich ständig irgendwelche Riesenkartons in der Wohnung rumstehen. Und es dauert Wochen, bis ich die wieder abgeholt krieg. Letzte Woche dachte ich schon, ich hätte das Problem endlich gelöst: Nach diversen Telefonaten mit diversen Leuten bin ich die beiden Kartons, die sich in der Zwischenzeit angesammelt hatten, endlich losgeworden. Aber nur, um völlig unerwartet einen neuen, noch grösserer Karton vor meiner Haustür zu finden. Nun ja, auch das wird irgendwie vorübergehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel mehr Freude bereiten mir dagegen die Blogs, die meine Kolleginnen und Kollegen hier schreiben. Ich lese sie immer mit grossem Interesse und hab kürzlich die tollen Fotos von Gisep bewundert. WOW! Wirklich schön. Da dachte ich mir, ein wenig mehr Kunst kann nicht schaden und hab beschlossen, das  2. Gedicht, das ich in je meinem Leben geschrieben habe, hier zu veröffentlichen. Mein 1. Gedicht musste ich übrigens in der Schule schreiben und diese Aufgabe hat mir damals keine allzu grosse Freude bereitet. Das 2. Gedicht ist im Rahmen eines Fernkurses, den ich letztes Jahr belegt habe, entstanden, die Überschrift und die Form waren vorgegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Hausmusik&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herausforderungen donnern mit kräftiger Stimme&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angst und Hoffnung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;umgeben mich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;spielen zärtlich miteinander &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Tage&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und vor allem Nächte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;singt die Sehnsucht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;in mir. Sie ist laut, meine&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;kluge unerschütterliche Begleiterin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-6025073055942002662?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/6025073055942002662/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=6025073055942002662' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/6025073055942002662'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/6025073055942002662'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/10/17-arbeit-kunst-und-endlosschleifen.html' title='17. Arbeit, Kunst und Endlosschleifen'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-6549073357939839599</id><published>2008-09-12T15:16:00.001+02:00</published><updated>2008-09-12T15:22:43.595+02:00</updated><title type='text'>16. Ein ständiger Balanceakt</title><content type='html'>Es passiert mir immer wieder, dass ich ganz knapp die U-Bahn verpasse. Gerade gestern war so ein Tag, wo es gehäuft vorkam. Das ist eigentlich nicht weiter tragisch: Es passiert jedem mal und die nächste U-Bahn kommt 10 Minuten später. Manchmal ist es trotzdem ärgerlich. Vor allem dann, wenn Leute, die etwas schneller sind als ich, noch locker an mir vorbeirennen und mitkommen. Bei der Station, die bei mir um die Ecke liegt, weiss ich inzwischen genau, wann es sich lohnt, mich zu beeilen. Ich habs getestet. Wenn ich am Eingang der Station stehe und höre, dass die Bahn kommt, dann schaffe ich es gerade noch und kann hineinzuhuschen, bevor sich die Wagentür hinter mir schliesst. Bin ich ein paar Meter weiter weg, dann schliesst sich die Tür leider vor mir und die U-Bahn fährt ohne mich ab. Noch mehr beeilen geht nicht. Denn plötzlicher Stress kombiniert mit körperlicher Anstrengung hat meine Spastik  nicht so gern. Das bedeutet, wenn ich mich allzu sehr beeile, krieg ich nen Krampf im Bein und dann geht gar nix mehr. Es gilt also die Balance zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das grösste Problem, das ich beim U-Bahnfahren habe, sind die Höhenunterschiede, die es überall gibt und überwunden werden müssen. Ich kann Treppen rauf- oder runterklettern, wenn es sein muss. Es ist nur ziemlich mühsam und ersetzt für mich das Training in einem Fitnessstudio. Einmal täglich eine von mir auserwählte Treppe zu erklimmen reicht völlig. Wer geht schon mehrmals täglich ins Fitnessstudio? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte natürlich auch mit dem Aufzug fahren. Aufzüge gibt es hier in Stockholm an jeder Station und sie funktionieren oft. Ich vermeiden sie gerne. Zum einen müsste ich meistens einen Umweg gehen, um dorthin zu gelangen und zum anderen sind sie unendlich langsam. Der Hauptgrund für meine Abneigung gegen Aufzüge ist jedoch, dass viele erbärmlich stinken und einfach widerlich sind. Langsam fahren UND stinken ist einfach zu viel. Zum Glück ist der Aufzug an der Station bei mir um die Ecke eine Ausnahme. Man darf zwar auch bei ihm nicht in Eile sein (d.h. die U-Bahn ist immer weg, wenn ich sie höre, auch wenn ich schon an der Kontrollschranke vorbei bin), aber er wird zumindest nicht als öffentliche Toilette missbraucht. Ich hoffe sehr, dass er auch weiterhin sauber bleibt! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann gibt es auch noch an vielen Stationen Rolltreppen. Die nehme ich am Häufigsten, obwohl sie lebensgefährlich sein können. In Stockholm gibt es drei U-Bahnlinien, die untereinander liegen. Die Blaue ist die Tiefste und die Rolltreppen dort hinunter sind richtig lang. Zum Glück wohnen wir nicht an dieser Linie. Wenn ich Rolltreppe fahre, muss ich mich an dem schwarzen Band festhalten, um die Balance nicht zu verlieren. Aus irgendeinem Grund haben die Stufen und das Festhalteband selten dieselbe Geschwindigkeit. Das scheint eine Regel zu sein, die weltweit gilt. Ist die Rolltreppe kurz genug, dann geht es gerade noch, weil ich oben (oder unten) bin, bevor mich der Unterschied völlig aus dem Gleichgewicht bringt. Noch kritischer ist es, wenn das Band ein wenig ruckelt oder zwischendurch kurz anhält. Die optimale Strategien fürs sichere Rolltreppefahren hab ich noch nicht gefunden. Manchmal kann ich mich mit beiden Händen festhalten, manchmal setze ich mich auf die Stufen, aber ideal ist das alles nicht. Mit solchen Strategien lassen sich technische Mängel nur bedingt ausgleichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal überlege ich schon, ob es mit nem Auto nicht einfacher wäre. Aber das hat auch nicht nur Vorteile, und einen Parkplatz in der Innenstadt zu finden, ist eine Herausforderung, der ich mich nicht täglich stellen mag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-6549073357939839599?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/6549073357939839599/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=6549073357939839599' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/6549073357939839599'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/6549073357939839599'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/09/16-ein-stndiger-balanceakt.html' title='16. Ein ständiger Balanceakt'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-996300839972481592</id><published>2008-09-02T18:03:00.002+02:00</published><updated>2008-09-02T18:23:45.642+02:00</updated><title type='text'>15. Anwältin mit Dreirad</title><content type='html'>Ich hatte kürzlich Besuch von zwei Freunden aus Deutschland. Einer hatte sein Handbike dabei, das ich bei der Gelegenheit auch mal ausprobieren durfte. Es hat richtig Spass gemacht und gab mir ein Gefühl von Freiheit! Da war für mich klar, dass ich auch ein Gerät brauche, womit ich meinen Radius erweitern und meine Fortbewegungsgeschwindigkeit etwas erhöhen kann. Statt Handbike denke ich aber eher an ein Fahrrad (auf Schweizerdeutsch: Velo). Mit diesem Gedanken spiele ich eigentlich schon seit Jahren. Aber zu einem Entschluss konnte ich mich bisher nicht durchringen. Es ist auch nicht so einfach. Denn ein Gefährt mit nur zwei Rädern hat so seine Tücken: Zum einen weiss ich nicht, ob ich wirklich die Balance halten kann. Und zum anderen fällt mir die Tretbewegung mit den Pedalen schwer. Ich rutsch immer mit dem Fuss ab - mal links, mal rechts. Das liesse sich zwar lösen, indem ich meine Füsse aufs Pedal schnalle, ähnlich wie es  Radrennfahrer tun, aber dann krieg ich meinen Fuss nicht mehr raus, wenn ich die Balance verliere oder anhalten will. Und das Anfahren wird auch zum Problem. Eine andere Variante wäre ein Zweirad mit Stützrädern. Oder gleich ein Dreirad. Dann könnte ich die Tretbewegung üben und wenn es ohne Füssefestschnallen geht, kann ich mir immer noch überlegen, ob ich auf ein Zweirad umsteigen und das Balancieren üben möchte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, ich weiss seit gestern, worum ich mir bisher kein Dreirad oder ein Zweirad mit Stützrädern angeschafft habe: Es sieht einfach behindert aus. Als politisch bewusste und aufgeklärte Krüppelfrau fällt es mir nicht leicht, das zuzugeben, aber es ist wohl so. Mit nem Dreirad gibt es kein Leugnen mehr, kein So-tun-als-ob-man-gar-nicht (oder nur ein bisschen) behindert wäre. Kinder und  „Schwer-“behinderte sind mit nem Dreirad oder mit Stützrädern unterwegs. Da wird es von der Umgebung auch problemlos akzeptiert. Aber ich? Als ausgebildete Juristin? Der Gedanke, ich würde im Anzug mit nem Dreirad zu ner Gerichtsverhandlung fahren, während die Kolleginnen und Kollegen und womöglich die eigene Mandantin aus nem Luxusauto aussteigen, löst bei mir schon einiges an Unbehagen aus. Und gleichzeitig: Wenn ich mir eine andere Person und nicht mich selber auf dem Sattel vorstellen würde, fände ich es total klasse. Es ist ein wenig schräg und hat was. Es demonstriert eine Menge Individualität und Selbstbewusstsein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach ja, eigentlich ist das hier ja ein uraltes Problem, das mich schon mein ganzes Leben lang verfolgt, immer wieder in neuen Variationen. Ich bin nicht eingeschränkt genug, und eine Sonderlösung ist nicht automatisch die einzig mögliche Lösung. Stattdessen sieht es oft so aus als ob das scheinbar Normale und vor allem Unauffälligere in greifbarer Nähe wäre. Wenn ich mich nur ein bisschen mehr anstrenge, ein bisschen mehr übe, dann wird es schon gehen. Ich habe es so satt und dachte wirklich, ich hätte diese Phase inzwischen hinter mir! Aber anscheinend muss ich mich immer noch hin und wieder selber quälen und überfordern, anstatt einfach von Anfang an zu schauen, was für mich am Besten ist. Zwei Räder sind weniger als drei, warum sollte das besser sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich endlich den Knoten gelöst und das eigentliche Problem erkannt habe, kann ich mich tatsächlich auf die Suche nach nem geeigneten Fortbewegungsmittel machen. Schon aus purem Trotz werde ich mir ein Dreirad oder ein Zweirad mit Stützrädern zulegen und damit durch die Gegend fahren! Über Tipps und Empfehlungen diesbezüglich wäre ich übrigens sehr dankbar!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-996300839972481592?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/996300839972481592/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=996300839972481592' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/996300839972481592'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/996300839972481592'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/09/15-anwltin-mit-dreirad.html' title='15. Anwältin mit Dreirad'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-399736160832518164</id><published>2008-08-19T16:38:00.001+02:00</published><updated>2008-08-19T16:43:03.555+02:00</updated><title type='text'>14. Ich bin wieder zurück</title><content type='html'>Hier sitze ich also, wie so oft mit einer Tasse Kräutertee vor dem Computer und versuche, meine Gedanken zu ordnen. Die letzten Wochen waren ziemlich ereignisreich und zum Teil auch anstrengend. Nicht alles davon eignet sich für einen Blogbeitrag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einigen Menschen, die mir sehr nahe stehen, geht es gesundheitlich nicht besonders gut. Das hat bei mir ausgelöst, dass ich mich intensiv mit Fragen zu Schwäche, Verlust und Trauer auseinandersetze. Eine Frage, die mich sehr beschäftigt, ist beispielsweise: Wie verarbeitet man den Verlust von Fähigkeiten und schafft es, sich mit der neuen Situation anzufreunden? Was würde ich tun? Meine Behinderungen sind weitgehend stabil. Das hat durchaus Vorteile, aber es bedeutet auch, dass ich, wenn es um solch lebenswichtige Fragen geht, keinerlei Erfahrung und damit kein Fachwissen habe. Entsprechend fällt meine spontane Reaktion aus: Verdrängen. Nach dem Motto: „&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Es ist wie es ist, mach das Beste daraus. Jammern bringt Dich auch nicht weiter.&lt;/span&gt;“ Das Problem dabei ist, dass sich die Realität nicht verdrängen lässt und es den betroffenen Personen nicht weiterhilft. Trauer um die verlorengegangenen Fähigkeiten und Möglichkeiten, Angst vor weiterer Veränderung und vieles mehr müssen verarbeitet werden. Das kann schmerzhaft sein, aber ich glaube zu ahnen, dass dieser Prozess auch etwas sehr Befreiendes hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dennoch geht das Leben weiter und es gibt auch anderes, das Platz in meinem Leben braucht. So ist es jetzt an der Zeit, dass ich mich nach bezahlter Arbeit umsehe und anfange, Bewerbungen zu schreiben. Für diese Woche habe ich mir daher das Ziel gesetzt, meinen Lebenslauf zu schreiben, auf Schwedisch versteht sich. Und bei dieser Gelegenheit kann ich auch gleich mal nachforschen, wie ganz allgemein Bewerbungen in Schweden geschrieben werden: Was muss unbedingt rein? Was sollte auf keinen Fall erwähnt werden?...  Jedes Land hat so seine Besonderheiten und es kann hilfreich sein, diese zu kennen, bevor man sich an die Arbeit macht. Vielleicht lässt sich damit ja die eine oder andere Absage vermeiden. Und nach diesen Vorarbeiten geht es dann richtig zur Sache. Zum Teil graust es mir davor und zum Teil bin ich sehr gespannt und neugierig, was ich dabei entdecken werde. Darüber werde ich sicher bald einiges zu erzählen haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-399736160832518164?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/399736160832518164/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=399736160832518164' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/399736160832518164'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/399736160832518164'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/08/14-ich-bin-wieder-zurck.html' title='14. Ich bin wieder zurück'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-2614724379523582443</id><published>2008-07-07T08:17:00.002+02:00</published><updated>2008-07-07T08:20:49.063+02:00</updated><title type='text'>13. Prüfungen und Steine</title><content type='html'>Zunächst einmal vorweg: Ich habe meine Prüfung bestanden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich waren es sogar zwei:  Zum einen die in dem Übersichtskurs über das schwedische Rechtssystem. Die lag mir sehr am Herzen. Sie war so etwas wie der Härtetest für mein Schwedisch. Denn juristische Fälle in einer anderen Sprache zu lösen, ist gar nicht so einfach. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe! Damit konnte ich einen grossen Stein, den ich einige Zeit mit mir rumgeschleppt habe, endlich loswerden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann kam ich vor einigen Monaten, warum auch immer, auf die Idee, parallel dazu einen Kurs an derselben Uni über die „Grundzüge des Marketing“  zu belegen. Ich glaub, ich wollte einfach mal einen Einblick in diese mir völlig fremde Welt bekommen. Erstaunlicherweise und völlig unverdient habe ich den Kurs bestanden, wenn auch nur mit Haaresbreite. Mein innerer Widerstand gegen die Weltanschauung, die dort vermittelt wurde, war enorm und ich wollte nicht allzu tief darin versinken. Und gleichzeitig hat es mich fasziniert. Ein ähnliches Gefühl hatte ich früher, als ich  Horrorgeschichten gelesen habe, die mich dann bis in meine Träume verfolgten. Ganz so schlimm war es dieses Mal nicht. Die Figuren sind ein wenig anders, aber vieles ist doch gleich geblieben. Statt nachtaktiver Vampire, die das Leben aus Menschen saugen und sie damit zu einem der ihren machen, sind es jetzt skrupellose Menschen mit zu viel Macht und Sätzen wie „Wahrnehmungsbedürfnisse der Kunden befriedigen“, vor denen es mir graust. Aber auch das ist erstmal vorüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zu meinem nächsten Beitrag wird es wieder ein wenig dauern. Denn im Moment ist gerade Ferienzeit und ich werde viel unterwegs sein und wohl keine Zeit/Ruhe/Muse zum Schreiben finden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-2614724379523582443?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/2614724379523582443/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=2614724379523582443' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/2614724379523582443'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/2614724379523582443'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/07/13-prfungen-und-steine.html' title='13. Prüfungen und Steine'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-536616066442706641</id><published>2008-05-27T17:10:00.003+02:00</published><updated>2008-05-27T17:26:55.851+02:00</updated><title type='text'>12. Vorurteile und Wassermonster</title><content type='html'>Ich glaub, ich hab meine Schreibblockade fürs erste überwunden, auch wenn mir die Prüfung noch bevorsteht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens, was ich schon länger sagen wollte: Der Fenchel, den ich in meinem 9. Beitrag erwähnt habe, war wider Erwarten richtig gut. Ich hab ihn in ein wenig Zitronensaft, Koriandersamen und frischen Tomaten gekocht und war angenehm vom Ergebnis überrascht. So leicht kann es manchmal sein. Einfach ausprobieren und schon hat man ein Vorurteil weniger! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es haben sich in meinem Leben auch noch andere Kleinigkeiten ereignet. Am Wochenende zum Beispiel hat die staatliche Liegenschaftsverwaltung einen grossen Aktionstag organisiert und es war möglich, einige Gebäude zu besichtigen, die normalerweise nicht für die Allgemeinheit zugänglich sind. Ausser meinem Mann und mir waren noch viele andere Leute unterwegs, um dieses seltene Angebot zu nutzen. Bei solchen Gelegenheiten bin ich immer richtig froh, dass ich Katheter (eine Art Plastikröhrchen) anwende, um meine Blase zu entleeren. Denn wie bei Massenveranstaltungen so üblich, sahen die öffentlichen Toiletten aus wie Sau. In der Hocke über dem Toilettenrand zu balancieren, ohne mich draufzusetzen, kann ich nicht. Mich auf einen äusserst unhygienischen Toilettenrand zu setzen, mag ich nicht. Und die Alternativen „ganz schnell nach Hause gehen“ oder „in die Hose machen“ sind auch nicht optimal. Zum Glück habe ich mit den Kathetern noch eine andere Möglichkeit. Mit deren Hilfe kann ich zur Not auch im Stehen pinkeln und muss mir um einen eventuell notwendigen Toilettenbesuch keine Sorgen machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zurück zum Aktionstag. Mein Mann und ich wollten zwei Sachen anschauen: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da war zum einen der Barockgarten des Tessiner Palastes, der der Familie Tessin gehörte. Das ist ein sehr raffiniert gestalteter Innenhof eines Stadtpalastes, der gross und geräumig wirkt, obwohl er eigentlich ziemlich klein ist. Obwohl ich den Barockstil eigentlich nicht so gern hab, war ich beeindruckt. Auch aus wenig lässt sich sehr viel machen, wenn man es nur geschickt genug anstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser anderer Programmpunkt war die Skeppsholmkirche, eine sehr spezielle ehemalige Kirche auf einer Insel, die  1842 eingeweiht und 2002 wieder entweiht wurde. Sie soll jetzt weltlichen Zwecken dienen und zum Kulturhaus, Konferenzsaal o.ä. umfunktioniert werden. Ich hab ungewöhnliche, schräge und bisweilen scheinbar unpassende Dinge gern, und die ehemalige Kirche hatte gleich zwei Dinge zu bieten, die ich in diese Kategorie stecken würde: Einen Kampfengel und ein paar Wassermonster. &lt;br /&gt;Der Kampfengel steht über der Orgel. Es ist eine weibliche Engelsfigur, die in Siegespose die rechte Faust in die Luft streckt. (&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Warum wird DER Engel eigentlich fast immer mit einer weiblichen Figur dargestellt? Oder als nackter kleiner Junge?&lt;/span&gt;) Den Kampfengel fand ich gerade in meiner Situation sehr passend. Denn kurz davor hatte ich eine ziemlich waghalsige Klettertour zu einem Boot überstanden, ohne dabei ins Wasser zu fallen. Fast noch mehr als der Engel haben mich die Wassermonster fasziniert. Sie sehen aus wie bösartige zähnefletschende Riesenfische und befinden sich direkt unter der Kanzel, sind sozusagen deren Füsse. Wenn der Pfarrer also eine Predigt hielt, dann stand er mitten unter den Wassermonstern. Bisher habe ich solche Figuren vor allem am Eingang von Tempeln gesehen. Ich hätte wirklich gerne die Person kennengelernt, die es geschafft hat, einem Pfarrer ein Plätzchen bei den Wassermonstern anzudrehen! Das muss ein sehr interessanter und besonderer Mensch gewesen sein. Von ihm hätte ich bestimmt einiges lernen können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-536616066442706641?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/536616066442706641/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=536616066442706641' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/536616066442706641'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/536616066442706641'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/05/12-vorurteile-und-wassermonster.html' title='12. Vorurteile und Wassermonster'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-7031858185928469420</id><published>2008-05-23T13:08:00.003+02:00</published><updated>2008-05-23T13:15:20.160+02:00</updated><title type='text'>11. Kompromisse, Doping und Tatendrang</title><content type='html'>Das Leben steckt voller Kompromisse. Da dachte ich doch, ich hätte das ideale „Doping“mittel für mich gefunden: Eisen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte schon immer einen leichten Eisenmangel, auch als Kind, und hab immer mal wieder Eisenpräparate einnehmen müssen, die scheusslich geschmeckt haben. Letzte Woche kam ich spontan auf die Idee, mir zur Abwechslung mal einen dieser besonders „gesunden“ Säfte mit viel Eisen zu kaufen. Es hat, wie üblich, abscheulich geschmeckt, aber wahre Wunder gewirkt! So aktiv und munter war ich schon lange nicht mehr. Tja, schön wärs gewesen! Ein paar Tage später bin ich in dem Buch, das ich gerade lese („Survival of the sickest“ von Sharon Moalem, was man ungefähr mit  „Der Kränkste überlebt“ übersetzen könnte), auf die Theorie gestossen, dass es möglich sein könnte, dass ein Eisenmangel vor Infektionen schützt. Denn Eisen ist nicht nur für uns Menschen lebenswichtig, sondern auch für die meisten Bakterien und Viren. Was bedeuten würde: Wenig Eisen =  weniger und schwächere Bakterien/Viren. Ob´s stimmt, weiss ich nicht. Das kann ich auch nicht beurteilen. Der Autor ist zumindest unter seinen wissenschaftlichen Kolleginnen und Kollegen sehr umstritten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir kam allerdings sofort der Gedanke: Vielleicht ist es ja ein Wink des Schicksals, wenn ich nach knapp einer Woche Eisensaft auf eine solche Theorie stosse. Ich geb´s ja zu, manchmal bin ich ein klein wenig abergläubisch. Tatsache ist jedoch, dass ich wegen meiner Spina Bifida (angeborene Querschnittslähmung) leicht zu Infektionen neige, vor allem zu Blasenentzündungen. Sicherheitshalber hab ich mein neuentdecktes „Wundermittel“ sofort wieder abgesetzt. Wenn ich zwischen erhöhter Infektionsanfälligkeit und leichtem Erschöpftsein wählen muss, dann fällt mir die Entscheidung nicht schwer. Die Vermeidung von Infektionen hat bei mir immer höchste Priorität. Denn Blasenentzündungen etc. hatte ich in meinem Leben schon viel zu viele und auf Dauer ist das nicht gesund. Und während einer Antibiotikabehandlung sprühe ich auch nicht gerade vor Lebenskraft und Tatendrang, sondern bin ziemlich ausser Gefecht gesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde wohl bei nächster Gelegenheit mit meinem Hausarzt darüber reden. Mal sehen, was er zu der ganzen Problematik sagt. Ausserdem sollte man ja sowieso niemals eine Selbsttherapie ohne ärztliche Rücksprache vornehmen! Wer weiss, was da alles passieren kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-7031858185928469420?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/7031858185928469420/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=7031858185928469420' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7031858185928469420'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7031858185928469420'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/05/11-kompromisse-doping-und-tatendrang.html' title='11. Kompromisse, Doping und Tatendrang'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-4847135277804289795</id><published>2008-05-15T11:55:00.002+02:00</published><updated>2008-05-15T12:04:22.719+02:00</updated><title type='text'>10. Ein kurzer Gruss aus der Versenkung</title><content type='html'>Mein letzter Beitrag liegt schon einige Zeit zurück. Viel zu lange, leider. In ein paar Wochen ist die Abschlussprüfung für meinen schwedischen Jurakurs und das stresst und blockiert mich ziemlich. Vermutlich mehr als ich mir selber eingestehen möchte. Dabei gibt es so viele Dinge, über die ich gerne schreiben würde. Fast jeden Tag kommt mir ein neuer Gedanke, aber sobald ich mich an den Computer setze und versuche, ein paar Zeilen zu produzieren, fühle ich mich leer und ideenlos. Völlig verständnislos schaue ich dann auf meine Liste mit den unterschiedlichsten Themen und frage mich halb-verzweifelt, was ich mir seinerzeit bloss dabei gedacht habe, als ich diesen oder jenen Punkt aufgeschrieben hab. Und neue Gedanken wollen sich zur Zeit auch nicht entfalten, sondern sacken bereits bei sanfter Berührung schlicht leblos in sich zusammen und hinterlassen höchstens ein kleines graues Häufchen Staub. Aber es wird auch wieder anders und ich merke, dass sich schon durch das Schreiben dieser Zeilen einiges löst. Ich bitte einfach um ein wenig Geduld.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-4847135277804289795?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/4847135277804289795/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=4847135277804289795' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4847135277804289795'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4847135277804289795'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/05/10-ein-kurzer-gruss-aus-der-versenkung.html' title='10. Ein kurzer Gruss aus der Versenkung'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-4476620508793460114</id><published>2008-04-15T16:51:00.004+02:00</published><updated>2008-04-16T16:08:34.322+02:00</updated><title type='text'>9. Geschenke, Tütenschleppen und eine wichtige Erkenntnis</title><content type='html'>Heute habe ich wieder eine Kiste mit Bio-Obst und  -Gemüse in Empfang genommen, die direkt an unsere Haustür geliefert wird. Ich freu mich jedes Mal wie ein kleines Kind darüber. Es ist fasst so, als ob mir jede Woche ein freundlicher junger Mann ein Geschenk vorbei bringt, obwohl wir für den Service natürlich bezahlen. Wir haben lange überlegt, ob wir das Angebot nutzen wollen und waren zuerst sehr skeptisch. Denn man kann es sich leider nicht selber aussuchen, was in die Kiste kommt. Es gibt das, was eben gerade zu haben ist, heute zum Beispiel Fenchel (und Avokados, Tomaten Bananen ...)  und bei dem mach ich nicht unbedingt einen freudigen Luftsprung (auch wenn ich es könnte). Aber nun, es ist bestimmt gesund. Das ganze hat übrigens den angenehmen Nebeneffekt, dass wir uns inzwischen sehr viel abwechslungsreicher ernähren und mehr kochen. Schliesslich muss das Zeug ja weg, bevor es schlecht wird.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausserdem ist damit auch das Einkaufen für mich sehr viel einfacher geworden. Da ich die meiste Zeit zu Hause mit Lernen verbringe, bin ich sehr viel flexibler in meiner Zeiteinteilung als mein Mann. Und da ich darüber hinaus ich ein glücklicheres Händchen bei der Auswahl von Obst und Gemüse habe (oder die bessere Nase oder was auch immer) gehe ich häufiger einkaufen als er. Das geht auch ziemlich gut, seitdem ich mein flottes Einkaufswägelchen habe, wo ich alles reinpacken kann, um es dann in aller Ruhe nach Hause zu zerren. Keine Ahnung, wie diese praktischen Dinger offiziell heissen, aber sie werden vorzugsweise von älteren Damen verwendet und haben häufig Karomuster. Meines ist übrigens rot-kariert und ich habe es von meiner Tante geerbt. Obwohl ich es wirklich schätze, hätte ich es mir NIEMALS selber gekauft. Warum? Tja,  ehrlich gesagt, weiss ich es nicht. Vermutlich weil ich es so sehr mit älteren Damen verbinde. Völliger Unsinn, eigentlich. Auch wenn es nicht so viele Menschen in meiner Altersgruppe gibt, die mit Hilfsmitteln zum Einkaufen gehen und sondern lieber Tüten schleppen, bedeutet das ja nicht, dass ich das auch so machen muss. Aber der Mensch ist halt ein Herdentier - bloss nicht auffallen oder aus der Reihe tanzen. Wie wenn ich mit meiner Gehbehinderung nicht auffallen würde! Wenn ich also ohnehin auffalle, dann ist der Grund dafür ja egal. Eine ziemlich wichtige und zugleich sehr banale Erkenntnis und es hat Jahre gedauert, bis sie zu mir durchgedrungen ist. In der Zeit vor dem Wägelchen stand ich häufig vor Entscheidungen wie: „&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nehm ich noch ne Milch mit oder lieber Saft? Oder schaffe ich es, beides nach Hause zu schleppen, ohne anschliessend Rückenschmerzen zu haben?&lt;/span&gt;“ Die Antwort war dann meistens „&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Stell Dich nicht so an, das wird schon gehen. Es ist ja nicht so weit&lt;/span&gt;“. Und dann gab es Milch und Saft und Rückenschmerzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie schön, dass diese Zeiten vorbei sind und ich niemandem mehr beweisen muss, dass ich auch Einkaufstüten schleppen kann!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-4476620508793460114?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/4476620508793460114/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=4476620508793460114' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4476620508793460114'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/4476620508793460114'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/04/9-geschenke-ttenschleppen-und-eine.html' title='9. Geschenke, Tütenschleppen und eine wichtige Erkenntnis'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-7027407656899341626</id><published>2008-04-09T16:26:00.002+02:00</published><updated>2008-04-09T16:28:48.015+02:00</updated><title type='text'>8. Miss Landmine</title><content type='html'>In Angola wurde vor kurzem die „Miss Landmine“ gewählt. Die glückliche Gewinnerin soll eine massangefertigte Prothese bekommen. Die anderen, „weniger Hübschen“, gehen leider leer aus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, das ist kein schlechter Scherz, auch wenn es erst mal danach klingt! Das ganze steht unter dem Motto „Alle haben das Recht, schön zu sein“ („Everybody has the right to be beautiful“). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Gibt es tatsächlich ein Recht auf Schönheit? Ich dachte immer, Schönheit läge im Auge des Betrachters.&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer. Finanziell unterstützt wird die Aktion vom Norwegischen Kulturrad mit immerhin 500.000 Norwegischen Kronen (ungefähr 100.000 Franken), die Siegesprämie wird von einem norwegischen Hilfsmittelhersteller gestiftet, und initiiert wurde das alles von Morten Traavik, einem männlichen, weissen, unbehinderten norwegischen Künstler. Der Künstler möchte mit dem Wettbewerb auf die Konsequenzen, die der Einsatz von Landminen nach sich ziehen, aufmerksam machen und gleichzeitig den Frauen zu mehr Stolz und Selbstbewusstsein verhelfen. Ob sich diejenigen Frauen, die nicht sehr viele Stimmen bekommen haben, durch diesen Wettbewerb wirklich gestärkt fühlen, wage ich mal zu bezweifeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Internetseite, wo man sich die Kandidatinnen anschauen kann, gibt es (natürlich) auch, allerding nur in Englisch. Einfach mal bei einer Suchmaschine die beiden Begriffe „Miss Landmine“ und „Angola“ eingeben. Tut mir leid, dass ich es so umständlich mache, aber irgendwie mag ich dazu keinen direkten Link von hier aus herstellen. Denn ich hab mit der ganzen Sache Schwierigkeiten und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wächst mein Widerwille. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich finde ich alle Schönheitswettbewerbe daneben, sei es nun die Wahl der „Miss Universum“ oder die der rollstuhlfahrenden „Beauty in motion“. Aber mit einem Kunstprojekt, das von einem weissen unbehinderten Mann aus Europa organisiert wird, um scharze behinderte Frauen in Afrika auszustellen, habe ich besondere Mühe. Es wäre vermutlich ein wenig anders, wenn es die Frauen selber organisiert hätten, um auf sich und ihre Situation aufmerksam zu machen. Aber wohl nur ein wenig. Denn es gibt bessere Ideen als einen Schönheitswettbewerb zu organisieren, um auf das Problem mit Landminen und die schwierige Lebenssituation der Überlebenden aufmerksam zu machen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wo bleiben die Männer, die von einer Mine verletzt wurden? Sind die nicht schön? Beschränkt sich das „Recht auf  Schönheit“ nur auf Frauen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-7027407656899341626?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/7027407656899341626/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=7027407656899341626' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7027407656899341626'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7027407656899341626'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/04/8-miss-landmine.html' title='8. Miss Landmine'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-7346251005915400598</id><published>2008-04-01T21:26:00.000+02:00</published><updated>2008-04-01T21:29:48.199+02:00</updated><title type='text'>7. Über Pränataldiagnostik und Auch-Menschen</title><content type='html'>&lt;style type="text/css"&gt;  &lt;!--   @page { size: 8.5in 11in; margin: 0.79in }   P { margin-bottom: 0.08in }  --&gt;  &lt;/style&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Manchmal glaube ich, ich bin einfach zu langsam für diese Welt. Ab und zu habe ich das Gefühl, dass alles an mir vorbei rauscht. Und sollte ich mich mal für das eine oder andere Thema interessieren, dann bin ich oft zu spät dran, habe irgendwie den Zug verpasst. Eine gute Gelegenheit ist vorbei und ich komme mir vor, als wollte ich die Reste von vorgestern nochmal aufwärmen.  &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Dieses Mal habe ich zu spät mitbekommen, dass am 21. März der Welt-Down-Syndrom-Tag war. Nun ja, der Tag wurde erst 2006 ins Leben gerufen, hatte also noch keine Zeit, sich fest in meinem Bewusstsein oder dem anderer Weltbürgerinnen und -bürger zu verankern. Und eigentlich bin ich ohnehin keine allzu begeisterte Anhängerin von solchen Gedenktagen. Aber ich habe vor einiger Zeit einen Artikel in einer schwedischen Tageszeitung gelesen, der wirklich gut gepasst hätte. Vielleicht sogar besser, als irgendwelche herzigen, „integrativ“ gestalteten Gedichtvorträge oder ähnliche Veranstaltungen, die bei solchen Anlässen gerne aufgeboten werden. Nebenbei gesagt wurde ich mal darauf hingewiesen,  dass die korrekte Bezeichnung der Behinderung „Trisomie 21“ laute. Der Begriff Down-Syndrom solle tunlichst vermieden werden, da der Herr Langdon Down, nach dem die Behinderung benannt wurde, die Behinderung mit Worten wie „mongoloide Idiotie“ beschrieben hat. Zu seiner Zeit waren das zwar sehr gebräuchlichen Vokabeln, aber mit der entsprechenden Begriffswahl könnte man schon signalisieren, dass man dieses Zeitalter inzwischen hinter sich gelassen hat. Der Begriff  „Trisomie 21“ ist  halt mit 7 Silben ein wenig lang und nicht wirklich griffig.   &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Wie auch immer, bevor ich jetzt auf den nächsten Welt- Down-Syndrom-Tag (Welt-Trisomie21-Tag?) warte, schreibe ich lieber trotzdem über den besagten Artikel. Gedenktage bedeuten ja gerade nicht, dass man sich nur und ausschliesslich dann mit einem bestimmten Thema befassen darf.  &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Der Artikel handelt von Pränataldiagnostik, genauer gesagt von der Fragwürdigkeit spezieller Tests, mit denen Embryonen auf unerwünschte genetische Merkmale, wie zum Beispiel das Down Syndrom, untersucht werden. Anlass der Veröffentlichung war die Debatte um das flächendeckende Angebot eines Kombinationstests  für alle schwangeren Frauen im Gebiet Stockholms, um die für das Down Syndrom charakteristische Chromosomveränderung leichter und umfassender entdecken zu können. Verfasser des am  28.11.2007 in Schwedisch im Svenska Dagbladet erschienenen Artikels ist Svante Linusson, Professor in Mathematik und stolzer Vater einer Tochter mit Down Syndrom. Der Autor stellt die scheinbare Selbstverständlichkeit solcher Tests massiv in Frage. Das beginnt bereits mit der Überschrift, die in etwa mit „Neofaschismus betreffend Down Syndrom“ übersetzt werden könnte. Deutliche Worte, über deren Angemessenheit man durchaus streiten kann.  Gleich nach der Überschrift geht es weiter mit dem Satz „Eines der Steckenpferde der „Landstingsrätin“ (in etwa: Kantonsrätin) Birgitta Rydberg ist es, unerwünschte Menschen bereits im Embryonalstadium auszusortieren“. Anschliessend zieht der Verfasser eine Parallele zu der Massenabtreibung von Mädchen in China, wo ein anderes genetisches Merkmal unerwünscht ist und eine für uns nicht nachvollziehbare systematische Abtreibung der entsprechenden Kindern nach sich zieht.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Hauptkritikpunkt des Autors ist, dass zwar allen schwangeren Frauen ein Test zur Erkennung des Down Syndroms angeboten werden soll, dass aber kaum Informationen mitgeliefert werden, was das denn eigentlich bedeutet, ein Leben mit Down Syndrom. Deshalb erwähnt er ausdrücklich, dass es heutzutage Trainingsmöglichkeiten gibt und die meisten Leute mit Down Syndrom mit ein wenig Hilfe Arbeit und eine eigene Wohnung haben können. Etwas weiter im Text erinnert er dann an die dunkle Geschichte des Faschismus in Europa, wo unerwünschte Personen aussortiert wurden und stellt anschliessend die Frage, zu welcher Gesellschaft so etwas führen wird. In einem kleinen Seitenhieb auf zentrale Befürworter des Tests weist er darauf hin, dass eine Gesellschaft, die ausschliesslich aus Chefärzten und Landstingsräten bestünde, nicht besonders gut funktionieren würde.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Eher nebenbei wird im Artikel erwähnt, dass im Gebiet Stockholms jährlich ca. 20 Kinder mit Down Syndrom geboren werden. Mit Hilfe des neuen Tests soll die Anzahl derartiger Kinder halbiert werden. Die Kosten des Tests belaufen sich auf jährlich ca. 20 Mio. schwedische Kronen (ungefähr 3,3 Mio. Franken). Das bedeutet, dass man sich die Verhinderung jedes Kindes mit Down Syndrom 2 Mio. Kronen (ca. 333.000 Franken) kosten lässt.  Das veranlasst den Autor zu der Frage, ob es wirklich nichts Sinnvolleres gibt, was man mit dem Geld anfangen könnte.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Abschliessend berichtet Professor Linusson kurz, dass Psychologen bei seiner 12 Monate alten Tochter Ylva einen Entwicklungsrückstand von ca. drei Monaten festgestellt haben, und endet mit dem Satz „Aber auch ein neunmonatiges Baby ist doch einfach etwas Wundervolles!“&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Der Ethikrat hat übrigens, was nicht im obigen Artikel erwähnt wurde, die Einführung des Tests als problematisch beurteilt.  Zentral war hierfür die Überlegung, wie sich ein solcher allgemeiner Test auf das Leben derjenigen Menschen auswirkt, die mit Down Syndrom leben. Ein spezieller Test, der genau ein solches Leben wie das ihre verhindern soll. Auf diese Art wird den betroffenen Männern und Frauen deutlich vermittelt, dass ihr Leben vom Rest der Gesellschaft unerwünscht ist und als minderwertig angesehen wird.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Der Artikel von Svante Linusson ist zwar stellenweise etwas aggressiv geschrieben, aber ich empfinde ihn als äusserst wohltuend. Vor allem, weil er nicht auf der defensive Rechtfertigungsschiene ala „Behinderte sind auch Menschen, die ein Recht auf Leben haben“ fährt. Bei dieser ach so wohlgemeinten Argumentation kommt mir nämlich schlicht das Grausen. Warum?  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;1. Ich bin kein Auch-Mensch sondern eine Frau.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;2. Wandeln wir den Satz einfach mal ein wenig ab und stellen uns eine Frau vor, die sagt: „Männer sind auch Menschen, die ein Recht auf Leben haben“. Klingt irgendwie nicht gut, überhaupt nicht gut. Es erweckt den Eindruck einer männerhassenden Radikalfeministin. Warum, bitte schön, hat der Satz einen so unterschiedlichen Klang, je nachdem auf welche Personen er angewendet wird?? Ja, ich weiss, es hat mit Hierarchie und Machtstrukturen zu tun. Aber warum in alles um der Welt wird diese Argumentationslinie so gerne von (scheinbaren?) Behindertenverbündeten benutzt??&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-7346251005915400598?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/7346251005915400598/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=7346251005915400598' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7346251005915400598'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7346251005915400598'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/04/7-ber-prnataldiagnostik-und-auch.html' title='7. Über Pränataldiagnostik und Auch-Menschen'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-5466070897858131638</id><published>2008-03-21T13:20:00.000+01:00</published><updated>2008-03-21T13:21:49.745+01:00</updated><title type='text'>6. Neujahrsvorsätze</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Hin und wieder kann es hilfreich sein, eine Bestandsaufnahme zu machen und sich zu überlegen, wo im Leben man gerade steht. Und da zur Zeit Nouruz, das persische Neujahrsfest, gefeiert wird, dachte ich mir, dass das ein guter Anlass ist, darüber nachzudenken, was aus all den Dingen geworden ist, die ich mir vor langer, langer Zeit in der Nacht zum 1. Januar vorgenommen habe. In dieser für mich wichtigen Neujahrsnacht habe ich mir „weiche“ Ziele gesetzt, also solche, die kein fest definiertes Ergebnis haben. Auf die kann man hinarbeiten und das erhöht die Erfolgsquote beträchtlich. Was war es also, was ich an meinem Leben ändern wollte? Drei Punkte insgesamt. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Ich wollte mich mehr um meinen  Körper kümmern&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Wie so manch anderen Personen, die eine oder mehrere Behinderungen besitzen, fällt es mir manchmal schwer, liebevoll mit meinem Körper umzugehen. Eigentlich ist es nicht so erstaunlich. Mein Körper wird von anderen, vor allem von Menschen ohne Behinderung, nicht unbedingt als schön angesehen und diese negative Einstellung habe ich ein Stück weit verinnerlicht, mit der Folge, dass ich manchmal auch daran glaube. Ausserdem setzt mir mein Körper hin und wieder Grenzen, die ich nur ungern akzeptiere und bisweilen bereitet er mir auch Schmerzen. Aber trotzdem ist mein Körper ein wichtiger untrennbarer Teil von mir, der mir auch viel Freude schenkt und einfach ein wenig mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge verdient hat. Mit zu meinem neuen Programm gehören Gymnastik und der Verlust einiger Kilos. Ob eine Diät wirklich unter diesem Punkt passt oder nicht besser ein separater Punkt sein sollte, weiss ich nicht. Man könnte „Diät“ auch unter das Stichwort „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;sich selber quälen&lt;/span&gt;“ sortieren. Aber letztlich ist es egal. Ich hab jedenfalls festgestellt, dass ich jedes Jahr ein wenig mehr wiege und es zunehmend mühsamer wird, das Gewicht mit mir rumzuschleppen und deshalb beschlossen, dass ich an dieser Situation etwas ändern möchte. &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Was jetzt aus all dem geworden ist? Es tut sich was. Ich gehe inzwischen wieder regelmässig einmal wöchentlich zur Krankengymnastik und mache (fast) jeden Tag zu Hause ein bisschen Gymnastik und ein paar vorsichtige Dehnungsübungen Das hat zur Folge, dass meine Spastik etwas weniger geworden ist, ich also nicht mehr so verkrampft bin, und meine Rückenschmerzen fast weg sind. Und drei Kilo habe ich auch schon abgenommen. Der Gewichtsverlust klingt vielleicht nicht allzu beeindruckend, aber dafür hält sich auch die Selbstquälerei in Grenzen. Und wie hat doch &lt;span style="font-family:Liberation Serif,serif;"&gt;Håkan&lt;/span&gt;  Lindquist, ein schwedischer Schwulenaktivist und erklärter  Nicht-Heterosexueller, mal so schön gesagt: „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Auch ein kleiner  Schritt bringt Dich zu einem neuen Ausgangspunkt.&lt;/span&gt;“&lt;/p&gt;    &lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Der zweite Punkt auf meiner Liste war, mehr Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir gut tun und mehr Sachen zu machen, die mir Freude bereiten, statt mein Leben ständig nur von „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;ich muss&lt;/span&gt;“ und „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;ich sollte&lt;/span&gt;“ bestimmen zu lassen. An dem Punkt arbeite ich noch, aber ich hab inzwischen einige Prioritäten anders gesetzt, angefangen Blog zu schreiben ...&lt;/p&gt;    &lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Und schliesslich wollte ich generell ein wenig mehr Ordnung in mein Leben bringen. Ich bin entweder richtig ordentlich, geradezu pedantisch, oder richtig chaotisch. Meistens verläuft es in Phasen. Inzwischen werden meine chaotischen Phasen kürzer und weniger intensiv. Ausserdem versuche ich gerade, den Mittelweg zwischen beiden Extremen mehr zu nutzen.&lt;/p&gt; &lt;/li&gt;&lt;/ol&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;Ach, manchmal ist es richtig gut, sich weiche Ziele zu setzen. Dann kann man einfach mal sehen, wie es läuft und wieviel man tatsächlich schafft. An einem bestimmten Tag sein gesamtes Leben komplett umzustellen, nach dem Motto „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;ab jetzt wird alles anders&lt;/span&gt;“ ist sowieso nicht möglich, auch wenn es sich viele sehnlichst wünschen. Aber eine Kleinigkeit hier und da lässt sich schon ändern und wenn man all die Kleinigkeiten zusammenzählt, dann kommt im Laufe der Zeit doch eine ganze Menge dabei raus.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0in;"&gt;In diesem Sinne wünsche ich allseits ein gutes Neues Jahr, frohe Ostern oder einfach nur ein schönes Wochenende!&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-5466070897858131638?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/5466070897858131638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=5466070897858131638' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/5466070897858131638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/5466070897858131638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/03/6-neujahrsvorstze.html' title='6. Neujahrsvorsätze'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-1340152656799896925</id><published>2008-03-10T17:05:00.000+01:00</published><updated>2008-03-10T17:08:46.845+01:00</updated><title type='text'>5. Gedanken zum 8. März</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Am Samstag habe ich seit langer Zeit mal wieder an einer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag teilgenommen. Es war eigentlich gar nicht geplant und ich habe mir auch nicht bewusst vorgenommen, dieses Jahr wieder aktiver zu sein. Vielmehr hat es sich einfach so ergeben. Ich bekam ein Infoblatt (auf Neudeutsch: „Flyer“) für ein ökumenisches Seminar, an dem auch Vertreterinnen der Isländischen Frauenkirche teilnahmen, in die Hände. Eine Kirche nur für Frauen - Da musste ich einfach hin!&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Ich bin von Natur aus neugierig und freu mich immer, wenn ich etwas Neues, mir noch Unbekanntes entdecke. Keine Angst, ich werde jetzt keinen Aufsatz über feministische Theologie schreiben! Darüber weiss ich ohnehin zu wenig. Die Frauenkirche wurde übrigens vor 15 Jahren gegründet und ist eine selbständige Unterabteilung der offiziellen Isländischen Lutherischen Kirche, der ungefähr 90 % der Bevölkerung in Island angehören.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es war eine sehr angenehme Veranstaltung, an der auch Männer teilnahmen. Ein wenig anstrengend war das 8-Stunden-Programm auch. Ich verstehe Schwedisch inzwischen ziemlich gut, muss mich aber noch sehr darauf konzentrieren. Ich kann nicht einfach nur mit einem Ohr zuhören, während ich nebenbei noch was anderes mache. Und die Frauen aus Island sprachen Dänisch mit isländischem Akzent, was noch mehr Konzentration erforderte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Was mir das Ganze jetzt gebracht hat? Tja, mal sehen:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;1) Ich hab gelernt, dass ich inzwischen auch Dänisch verstehe, wenn ich sehr konzentriert zuhöre.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;2) Ich hatte die Gelegenheit, auf die bisweilen etwas einseitige Sicht von Behinderung innerhalb der Kirche hinzuweisen. Das Thema Behinderung taucht in der Kirche leider oft nur in Geschichten um Wunderheilungen auf. Oder aber wenn man für arme Menschen, die es schwer haben, betet oder sich anderweitig um sie kümmert. Das ist zwar auch wichtig, aber auf die Dauer einfach nicht genug.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;3) Es wurde mir mal wieder bewusst, dass der Kampf gegen Misstände und Ungerechtigkeiten zwar sehr wichtig ist, aber nicht ausreicht.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Denn damit orientiert man sich ständig nur am Negativen, das bekämpft und verändert werden muss. Und letztlich ist es damit das Negative, das die Richtung angibt. Deshalb ist es wichtig, parallel dazu etwas Positives zu schaffen, ein Stück eigene Wirklichkeit, die ihre Wirkung entfalten kann. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wie so etwas für die Behindertenszene aussehen könnte, weiss ich nicht. Aber ich bin offen für allerlei kreative Ideen, Utopien und Spinnereien und würde mich sofort für ein Gründungstreffen anmelden. Wer macht mit?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-1340152656799896925?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/1340152656799896925/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=1340152656799896925' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/1340152656799896925'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/1340152656799896925'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/03/5-gedanken-zum-8-mrz.html' title='5. Gedanken zum 8. März'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-7792401612317242975</id><published>2008-03-07T20:15:00.005+01:00</published><updated>2008-03-07T20:55:42.882+01:00</updated><title type='text'>4. Erzähl doch mal...</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;„&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie sind die Schweden denn so&lt;/span&gt;?“ Diese Frage höre ich immer wieder von Freunden und Bekannten. Vielleicht ist es an der Zeit, dass ich mir darüber mal Gedanken mache. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Die Schweden - ich glaub, die gibt es genauso wenig wie die Schweizer oder die Deutschen. Jedes Volk ist wohl in erster Linie eine Ansammlung der unterschiedlichsten Individuen. Und trotzdem, ein paar Gemeinsamheiten sind meistens doch vorhanden.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Eigentlich kann ich nur etwas über die Menschen hier in Stockholm sagen, denn ich habe bisher noch nicht sehr viel mehr von Schweden gesehen.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;Ein paar  rein subjektive Beobachtungen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Die meisten Leute in Stockholm sind freundlich, wohlerzogen und hilfsbereit, wenn man etwas fragt oder in einem Geschäft einkauft. Gleichzeitig sind sie distanziert und sehr auf ihre Privatsphäre bedacht. Diese – also die Privatsphäre – wird in Stockholm wohl besonders stark verteidigt, vor allem, wenn sich die Menschen in der anonymen Masse bewegen. Immer mal wieder wird Stockholmern von anderen Schweden vorgeworfen, das Zartgefühl eines Wasserbüffels zu haben. Ob das den Wasserbüffeln gerecht wird, kann ich nicht beurteilen. Aber ich bin noch nie in meinem Leben so oft angerempelt worden, wie in meiner ersten Zeit in Stockholm. Für gewöhnlich nehmen andere Leute auf meine Gehbehinderung und mein nicht allzu ausgeprägtes Gleichgewichtsgefühl Rücksicht. Zum Glück haben die Rempeleien inzwischen nachgelassen, nachdem ich nicht mehr so oft orientierungslos in der Gegend rumstehe.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zum Ausgleich werde ich hier nicht wie ein kleines Kind behandelt, sondern als Frau wahrgenommen. Und die Leute fragen, ob sie helfen können, bevor sie zulangen und akzeptieren ein freundliches „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Nein danke, es geht schon&lt;/span&gt;.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ähnlich wie die Schweizer fühlen sich die Schweden ihrem Land sehr verbunden. Es ist IHR Land, für das sie sich verantwortlich fühlen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Sehr angenehm ist auch, dass alle per Du sind und man sich keine grossen Gedanken um die richtige Anrede machen muss. Die Tatsache, dass alle Menschen gleichviel wert sind, ist hier nicht nur Theorie, sondern wird auch gelebt und ist im Alltag deutlich zu spüren. Die Kehrseite davon ist allerdings ein ausgeprägter Sozialneid. Immer nach dem Motto: „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Glaub bloss nicht, dass Du etwas Besseres bist, nur weil Du ne Million mehr verdienst oder grad ne Goldmedaille gewonnen hast&lt;/span&gt;.“&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wie in jedem Land gibt es ein paar ungeschriebene Verhaltensregeln: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;In der U-Bahn setzt man sich zum Beispiel nicht neben eine unbekannte Person, wenn man sich auch etwas weiter weg setzen könnte. Und als geradezu aufdringlich gilt es, wenn man sich aller Konventionen zum Trotz ungezwungen neben eine fremde Person setzt und dabei auch noch „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Guten Morgen&lt;/span&gt;“ sagt. Ein solches Verhalten zieht jede Menge misstrauischer Blicke an. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Man fordert eine andere Person auch nicht direkt auf, die Tasche von dem Sitz zu nehmen, auf den man sich gerne setzen würde. Stattdessen setzt man sich erstmal ganz an den Rand des auserwählten Platzes, mit ner halben Arschbacke sozusagen, und schaut die Tasche vorwurfsvoll an (Wohlgemerkt: Die Tasche! Nicht die Person, der die Tasche gehört!). Wenn das keinen Erfolg hat, dann rutscht man demonstrativ etwas näher an die Tasche heran und schaut diese noch vorwurfsvoller an. Das klappt dann meistens und der Sitz wird freigemacht. Wenn es nicht funktioniert, bleibt man eben mit ner Leidensmiene in der unbequemen Position sitzen und wirft der Tasche gelegentlich einen genervten Blick zu.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Alles in allem hab ich das Land und die Menschen hier sehr gern und sehe die kleinen Eigenheiten meistens als eine Art Kabaretteinlage.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ich kann Dir/Euch/Ihnen nur von ganzem Herzen empfehlen, hierher zu kommen und selber eigene Beobachtungen anzustellen!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-7792401612317242975?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/7792401612317242975/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=7792401612317242975' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7792401612317242975'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7792401612317242975'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/03/erzhl-doch-mal.html' title='4. Erzähl doch mal...'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-3418612034146248913</id><published>2008-02-25T14:25:00.003+01:00</published><updated>2008-03-07T20:56:11.259+01:00</updated><title type='text'>3. Behinderung und Kirche</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Seit Samstag bin ich Kirchengemeinderätin. Ein wenig falle ich dort schon aus dem Rahmen: Die einzige unter 40, die einzige mit deutlich sichtbarer Behinderung und die einzige Ausländerin. Da könnte der eine oder die andere etwas boshaft auf den Gedanken kommen: Die haben wohl dringend jemand gebraucht! Ja, es lässt sich nicht leugnen, die Konkurrenz um solche Posten ist nicht allzu gross. Wie auch immer. Ich wurde jedenfalls richtig herzlich aufgenommen und hab nicht das Gefühl, Lückenfüllerin zu sein, weil man halt nichts Besseres gefunden hat. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da wir gerade beim Thema Kirche sind: Neulich bin ich auf&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;einen Artikel von Karin Boberg, einer behinderten schwedischen Theologin, gestossen (in „Lunds Stiftblad“, Nr. 11/2007). Eigentlich war ich ja im Internet auf der Suche nach etwas anderem. Aber wie das so oft im Leben ist, lohnt es sich manchmal, auch auf Dinge zu achten, die sich irgendwo am Rande verbergen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Artikel ist ziemlich kurz und vielleicht ein wenig oberflächlich, aber enthält einige interessante Gedanken. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die Autorin beginnt etwas provokativ mit folgender Behauptung (frei übersetzt):&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Wenn Du behindert bist, kannst Du auf drei verschiedene Arten behandelt werden: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;1. Du wirst bemitleidet. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;2. Man hält Dich für besonders gut und fröhlich &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;3. Menschen tun so, als ob Du überhaupt keine Schwierigkeiten hättest.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Du dagegen möchtest einfach nur als Mensch behandelt werden.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das ist natürlich stark vereinfacht, und selbstverständlich sind auch andere Möglichkeiten denkbar. Aber wenn ich darüber nachdenke, wie Menschen ohne Behinderung auf mich reagieren, so kommen mir die drei Varianten doch sehr vertraut vor. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Eine andere Aussage der Autorin ist: „ Menschen mit Behinderung wollen nicht als Empfänger von guten Taten angesehen werden. Frag sie, was sie Dir geben können und nicht, was Du ihnen geben kannst.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ein interessantes Gedankenspiel! Da gäbe es natürlich den Geldschein, den jemand in der Hand hält. Und das sehr beliebte offene Ohr für diverse schwierige Lebenslagen. Dass Behinderte stets geduldig und verständnisvoll zuhören, wenn jemand seine oder ihre Leidensgeschichte loswerden will, scheint leider erwartet zu werden. Aber sonst? Fällt irgendwem noch etwas anderes ein? &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Ok, ich provoziere. Selbstverständlich gibt es noch mindestens 127 Dinge, die hier erwähnt werden könnten.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und schliesslich antwortet Karin Boberg auf die Frage, ob Menschen mit Behinderung in der Kirche diskriminiert werden: „Sowohl in der Kirche als auch allgemein in der Gesellschaft gibt es zu wenig Behinderte in verantwortungsvollen Positionen. Wir bauen zwar Rampen am Eingang der Kirche, aber wie sieht die Kanzel aus, von der gepredigt wird? Mit deren Plazierung sagen wir deutlich: Diejenigen, die predigen, gehen Treppen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Eine Rollstuhlfahrerin auf der Kanzel – eine schönes Bild, beinahe etwas surreal. Oder ist es einfach nur realitätsfremd? Warum sollte es so etwas eigentlich nicht geben?&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-3418612034146248913?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/3418612034146248913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=3418612034146248913' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3418612034146248913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3418612034146248913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/02/behinderung-und-kirche.html' title='3. Behinderung und Kirche'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-3963881161991797965</id><published>2008-02-15T14:57:00.004+01:00</published><updated>2008-03-07T20:56:28.526+01:00</updated><title type='text'>2. Stolpern, Therapien und eine Notärztin</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Erst kürzlich bin ich beim Zeitunglesen über einen interessanten Artikel gestolpert. Ich stolper eigentlich recht häufig in meinem Leben. Über dieses oder jenes, hin und wieder auch beim Gehen - aber dazu vielleicht ein anderes Mal. Der besagte Artikel jedenfalls ist mir sofort aufgefallen, vermutlich wegen der Überschrift „Entgegen aller Erwartungen“ (etwas frei übersetzt). Ich hab’s gern, wenn jemand einfach seinen oder ihren Weg geht und etwas schafft, obwohl niemand daran geglaubt hat. Aber es kommt noch besser! &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Artikel berichtet in einer äusserst angenehmen Weise und ganz ohne Rührseligkeit über das Leben der Victoria Webster, einer Notärztin mit Cerebralparese. Nachzulesen ist &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;er übrigens in Schwedisch in den „Dagens Nyheter“ vom 27.01.2008.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Erst nach einem kurzen Situationsbericht über die Notaufnahme mit Frau Webster als zentraler Figur wird kurz auf die Behinderung eingegangen: Ein Sauerstoffmangel während der Geburt, der zur Folge hat, dass sie langsam redet, dass ihre Muskeln im Gesicht manchmal ein bisschen machen, was sie wollen, und dass sie ein wenig wie auf Stelzen geht.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Anfangs war ich etwas misstrauisch und hab befürchtet, dass sich hinter der schönen Überschrift und dem vielversprechenden Anfang doch wieder nur eine Heidi-Geschichte verbirgt. Immer nach demselben Muster: Person lässt sich nicht von ihrer Behinderung kleinkriegen, sondern kämpft mit allen Mitteln, die die moderne Medizin und unzählige Therapien bieten, dagegen an. Person gewinnt den Kampf dank hartnäckiger Selbstquälerei und unerschütterlichem Lebensmut und mutiert zum Schluss zu einem vollwertigen Mitglied der Gesellschaft. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ich weiss, ich bin manchmal etwas zynisch. Aber wäre es nicht schöner, wenn man auch mit Behinderung einfach nur leben dürfte, ohne Therapie- oder Normalisierungszwang? Wer mag, macht die Therapie, die Besserung verspricht. Und wer nicht mag, lässt es eben bleiben. Kein Zwang, kein Druck, keine Quälerei. Ich hab übrigens absolut nichts gegen medizinische Fortschritte oder Therapien. Jedenfalls nicht prinzipiell und nicht, solange diese sinn- und massvoll eingesetzt werden und den davon Betroffenen gut tun. Und genau da liegt oft der Haken. In meinem Bekanntenkreis gibt es nur wenig Leute mit Behinderung, die zum Thema Therapie nicht zumindest eine Gruselgeschichte erzählen können.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich ja von der behinderten Notärztin Victoria Webster berichten. Sie erzählt in dem Artikel über ihren Kampf, den sie ausfechten musste, bis sie sich endlich ihren Traum erfüllen konnte und Ärztin wurde. Aber den Kampf führte sie nicht gegen sich selbst und gegen ihren Körper. Stattdessen erzählt sie, wie sie bereits nach drei Tagen Studium&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;bei der Kursleiterin vorsprechen musste, die ihr nahelegte, das Studium doch abzubrechen und den Platz für jemand anderen freizugeben, da ja später sowieso kein Patient von ihr behandelt werden wolle. Ausserdem durfte sich Frau Webster noch anhören, dass es aber gut war, dass sie zur Ausbildung zugelassen wurde, weil sich damit gezeigt habe, dass etwas mit dem Zulassungssystem falsch sei. Frau Webster ist dem gutgemeinten Rat jedoch nicht gefolgt, sondern hat die Zähne zusammengebissen und weitergemacht, auch als noch andere Lehrer versucht haben, sie zum Aufgeben zu bewegen. Später als Ärztin wurde sie, wie erwartet, auch mit negativen Reaktionen von Patienten konfrontiert. Aber das ist, so erzählt sie, nicht mehr vorgekommen, seitdem sie sich ungefähr wie folgt vorstellt: „Guten Tag, ich heisse Victoria Webster und habe eine angeborene Behinderung. Ich hoffe, das stört nicht. Erzählen Sie mir doch bitte, warum Sie hier sind“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und das i-Tüpfelchen der Geschichte: Im ganzen Artikel wird das Wort Lebensfreude nicht ein einziges Mal erwähnt! &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-3963881161991797965?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/3963881161991797965/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=3963881161991797965' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3963881161991797965'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/3963881161991797965'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/02/stolpern-therapien-und-eine-notrztin.html' title='2. Stolpern, Therapien und eine Notärztin'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2818305060666093553.post-7404685122963342793</id><published>2008-02-14T11:01:00.003+01:00</published><updated>2008-03-07T20:56:48.183+01:00</updated><title type='text'>1. Kurze Vorstellung</title><content type='html'>Eigentlich heisse ich ja Petra, aber den Namen Ronja finde ich für meinen Blog einfach passender. Vor allem, da ich zur Zeit in Schweden lebe, der Heimat Astrid Lindgrens. Allerdings nicht in Småland, sondern in Stockholm. Wie es dazu kam? Nun, die Liebe zur Welt der Astrid-Lindgren-Bücher reichte dafür nicht ganz aus; aber die Liebe zu meinem Mann Lars, der hier Arbeit gefunden hat.     &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Zunächst ein paar Stichworte zu mir:&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Spina bifida (= angeborene Querschnittlähmung) – Juristin – 36 Jahre alt – Aussonder(schul)erfahrung – deutscher Pass – Cerebralparese (= CP, Spastik) - dreisprachig (deutsch, englisch, schwedisch) ...&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Was ich jetzt in Schweden mache? Das erste Jahr war ich hauptberuflich damit beschäftigt, Schwedisch zu lernen. Inzwischen studiere ich ein wenig Recht an der Uni, um zumindest einen groben Überblick über das schwedisches Rechtssystem zu bekommen. Was danach kommt, wird sich zeigen.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Und sonst?  Zur Zeit singe ich leidenschaftlich gerne und laut Mariah Careys Lied „Hero“ mit, wenigstens einmal täglich. Ich treffe nicht immer den richtigen Ton und verpasse manchmal den Einsatz, aber das macht nichts. Es tut einfach gut, ab und zu die eigene Stimme zu hören. Hin und wieder verabrede ich mich auch per SMS mit meiner Herzensschwester Marly und wir singen gleichzeitig, jede an ihrem Ort. Das ist dann der Höhepunkt des Tages.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich habe in Zukunft vor, jeden 8. und 28. eines Monat einen Beitrag zu veröffentlichen, und manchmal auch am 18. Ich bitte jedoch, das nicht strikt wortwörtlich zu nehmen. Es kann durchaus vorkommen, dass es mal erst am 29. klappt oder schon am 7.  Ein tieferer Sinn liegt der Wahl der Daten übrigens nicht zugrunde. Es soll einfach eine gewisse Regelmässigkeit garantieren.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In diesem Sinne: bis zum 28.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2818305060666093553-7404685122963342793?l=ronjablog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ronjablog.blogspot.com/feeds/7404685122963342793/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2818305060666093553&amp;postID=7404685122963342793' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7404685122963342793'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2818305060666093553/posts/default/7404685122963342793'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ronjablog.blogspot.com/2008/02/kurze-vorstellung.html' title='1. Kurze Vorstellung'/><author><name>Ronja</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04618040186542068359</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry></feed>
